Crailsheim Neues Gesicht für die Oststadt

Die Masterpläne für das Sanierungsgebiet „Östliche Innenstadt“, in dessen Zentrum der Volksfestplatz steht, werden in der morgigen Sitzung des Crailsheimer Gemeinderates vorgestellt.
Die Masterpläne für das Sanierungsgebiet „Östliche Innenstadt“, in dessen Zentrum der Volksfestplatz steht, werden in der morgigen Sitzung des Crailsheimer Gemeinderates vorgestellt. © Foto: Ortner-Media
Crailsheim / Andreas Harthan 27.06.2018
Dem Crailsheimer Gemeinderat werden am Donnerstag die Masterpläne für das Sanierungsgebiet „Östliche Innenstadt“ vorgestellt. Der Volksfestplatz steht im Mittelpunkt.

So wichtig er als Parkplatz und als Festplatz ist, so wenig vorzeigbar ist er bis heute, der Crailsheimer Volksfestplatz. Das soll sich mithilfe des Sanierungsgebietes „Östliche Innenstadt“, in dessen Zentrum der Platz steht, ändern. Die Masterpläne für das fast 25 Hektar große Sanierungsgebiet, die vier Architekturbüros in den vergangenen Monaten ausgearbeitet haben, stehen am Donnerstag auf der Tagesordnung des Stadtparlamentes. Die Kosten des Großprojekts werden derzeit auf annähernd 30 Millionen Euro beziffert. Im Sanierungsgebiet ist auch der Bau einer neuen Stadt- und einer neuen Sporthalle vorgesehen.

Was in dieser Sitzung der Öffentlichkeit vorgestellt wird, bietet Stoff für viele Diskussionen. Die Vorschläge der Architekten zeigen sehr unterschiedliche städtebauliche Ansätze und damit auch Lösungsvorschläge auf. Die Büros haben auch unterschiedliche Schwerpunkte in ihren Ausarbeitungen gesetzt: Während die einen sich auf die Neugestaltung des Festplatzes konzentriert haben, ist den anderen die städtebauliche Neuordnung der Randbereiche, insbesondere an Schiller- und Schönebürgstraße, wichtig.

„Visionäre Ansätze“

Insbesondere der Masterplan des Architekturbüros Fusi & Ammann aus Albstadt in Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten vom Gartenlabor Bruns in Hamburg macht neugierig, weil er tiefgreifende Veränderungen beinhaltet. So soll die Beuerlbacher Straße nach Norden verlegt (mit künftiger Anbindung an die Blaufelder Straße) und die Zufahrt von der Schönebürgstraße zum Volksfestplatz (bei Fahrrad Grund) geschlossen werden.

Der Entwurf sieht außerdem den Abriss der Hakro-Arena und den Bau einer Sporthalle für die Merlins an der Schönebürgstraße vor (neben der Stadthalle). Außerdem soll die Fassade der Karlsberghalle umgestaltet werden. Im Gegensatz zu den drei anderen Entwürfen, die den Abriss des ehemaligen Landratsamtes (jetzt Finanzamt) vorsehen, schlägt der von Fusi & Ammann vor, den älteren Teil des ehemaligen Landratsamtes stehen zu lassen, und dort ein Ärztezentrum einzurichten.

Diesem Masterplan billigt die Stadtverwaltung in einer ersten Beurteilung einen „visionären Ansatz“ zu. Wie groß der Handlungsbedarf ist, hat die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH schon vor zwei Jahren festgestellt. In seinem Ergebnisbericht über vorbereitenden Untersuchungen schreibt das Unternehmen unter anderem, dass die strukturellen und gestalterischen Mängel des Volksfestplatzes „dringend“ behoben werden müssen. Die Mängel im öffentlichen wie privaten Bereich würden sich über den gesamten Platz verteilen. Der Bericht sieht den „umfangreichen Abbruch von Gebäuden“ als unumgänglich an, außerdem ist von „durchgreifenden Ordnungsmaßnahmen“ die Rede. Auch der Umzug von Bewohnern und Betrieben wird nicht ausgeschlossen.

Info

Die Sitzung des Crailsheimer Gemeinderates am Donnerstag im Ratssaal beginnt um 17 Uhr.

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