Crailsheim Nach zwei Jahren verlässt Wirtschaftsförderin Verena Kurz die Stadt Crailsheim

Verna Kurz
Verna Kurz © Foto: Sebastian Unbehauen
ANDREAS HARTHAN 13.11.2014
Bestandspflege ist die zentrale Aufgabe kommunaler Wirtschaftsförderung, betont Verena Kurz in ihrem Tätigkeitsbericht.

Es war ihr erster Tätigkeitsbericht, den die städtische Wirtschaftsförderin Verena Kurz in der jüngsten Gemeinderatssitzung abgab. Es war auch ihr letzter, denn am Rande der Sitzung wurde bekannt, dass sie zum Jahresende gekündigt hat. Mittlerweile ist die Stelle ausgeschrieben.

Kurz hob die gute wirtschaftliche Lage der Betriebe in Crailsheim hervor und bezeichnete die Bestandspflege als "Schwerpunkt kommunaler Wirtschaftsförderung". Den hiesigen Unternehmen jederzeit die "größtmögliche Unterstützung" zu geben, müsse stets im Mittelpunkt der Arbeit stehen.

Die Ausführungen der scheidenden Wirtschaftsförderin provozierten den CDU-Stadtrat Uwe Berger zur Aussage, dass ihm "die harten Fakten fehlen". Das sind für ihn Zahl der Betriebe und Arbeitsplätze, Neuansiedlungen, Betriebsvergrößerungen. Für Berger stellt sich die Frage: "Wann ist Wirtschaftsförderung erfolgreich?"

Grünen-Fraktionschef Wilfried Kraft ist da schon einen Schritt weiter, denn für ihn hat die städtische Wirtschaftsförderung "bislang keine nachweisbaren Erfolge gebracht". Deshalb könne man sich die Stelle sparen. Die Aufgabe sollte vielmehr vom Oberbürgermeister und seinen Bürgermeistern wahrgenommen werden.

CDU-Fraktionschef Gerhard Neidlein hingegen ist von der Notwendigkeit der Stelle überzeugt, stellte aber die Frage an die Wirtschaftsförderin, ob sie da, wo sie angesiedelt ist, "gut aufgehoben" sei. Kurz antwortete mit "Ja". Zum Hintergrund: Die Stelle wurde 2008 als Stabsstelle beim Oberbürgermeister geschaffen, dann aber Ende 2013 in den Fachbereich "Stadtgesellschaft, Kultur, Wirtschaft" integriert.

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