Heilbronn Nach angedrohter Selbstverbrennung im Rathaus: Haftbefehl beantragt

SWP 16.05.2012
Nachdem sich am Dienstag im Heilbronner Rathaus ein Mann mit Spiritus übergossen und gedroht hatte, sich anzuzünden, hat die Staatsanwaltschaft nun Haftbefehl beantragt.
Wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung hat die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Heilbronn sowohl den Erlass eines Haftbefehls, als auch die Entscheidung im beschleunigten Verfahren beantragt,  so dass es zeitnah zu einem gerichtlichen Urteil kommen kann.

Der Mann hatte sich am Dienstag gegen 13.00 Uhr im Vorzimmer des Oberbürgermeisters im Heilbronner Rathaus mit Spritus übergossen. Auch zwei im Büro anwesende Angestellte und Teile des Mobiliars wurden dabei mit der Flüssigkeit bespritzt. Der mutmaßliche Täter, ein 49-jähriger Mann, drohte damit, sich, die Angestellten und das Büro in Brand zu setzen. Der Polizei gelang es aber, den Mann zur Aufgabe zu bewegen.

Eine Mitarbeiterin des Rathauses erlitt durch das Bespritzen mit Spiritus eine leichte Augenverletzung und musste später ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand erlitt die Frau glücklicherweise keine bleibenden körperlichen Schäden.