Wie uns unser Reporter Erwin Zoll aus dem Landgericht Ellwangen mitteilt, ist Adrian S., dem vorgeworfen wird, im Januar sechs Familienmitglieder in Rot am See erschossen zu haben, am dritten Verhandlungstag im Gerichtssaal zusammengebrochen. Nachdem er in einer Verhandlungspause auf seinem Stuhl sitzen geblieben war, war er bei Wiederaufnahme der Verhandlung nicht mehr ansprechbar gewesen. „Er hat schwer geatmet, hyperventiliert und nicht auf die Ansprache des Vorsitzenden reagiert“, berichtet Erwin Zoll, der im Saal anwesend war. Adrian S. wurde für verhandlungsunfähig erklärt, der Verhandlungstag abgebrochen. Als er aus dem Saal gebracht werden sollte, brach er dann zusammen und blieb auf dem Boden liegen. Ein Notarzt wurde verständigt.
An den vergangenen beiden Verhandlungstagen hatte Adrian S. den Sechsfachmord gestanden und als Motiv Hass auf seine Mutter und Halbschwester genannt. Zudem war das familiäre Umfeld und seine Zeit im Schützenverein Beimbach untersucht worden. Am dritten Verhandlungstag waren mehrere Polizeiermittler vernommen worden. Zudem wurde das Video der Polizeivernehmung von Adrian S. kurz nach der Tat gezeigt. Laut SWR geht das Gericht davon aus, in der kommenden Woche am Dienstag das Verfahren wie geplant fortsetzen zu können.

Rot am See / Ellwangen