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Crailsheim
Crailsheim / Oliver Färber  Uhr
Ein Dutzend Menschen kommen an Silvester zur Meditation mit dem Interessenkreis für gesunde Lebensweise in der Crailsheimer Volkshochschule zusammen.

Etwas Puste braucht es schon, um ins Dachgeschoss des Crailsheimer Volkshochschulgebäudes im Spital zu steigen. Während am Montagmittag die Geschäfte für die letzten stressigen Silvestereinkäufe gestürmt werden, geht es dort sehr ruhig zu. Zum 28. Mal hat der Interessenkreis für gesunde Lebensweise zur Silvestermeditation mit Friedensgebet eingeladen – und mehr als ein Dutzend Personen sind ihr gefolgt. Man kennt sich und umarmt sich zur Begrüßung.

„Wir sind überkonfessionell“, stellt Werner Streng, Vorsitzender des 700-Mitglieder-starken Vereins klar. In eine Schublade mit Esoterik oder gar New Age wolle man auf keinen Fall geschoben werden. „Damit haben wir nichts zu tun, aber man wird da schnell in eine Ecke gedrängt“, so seine Erfahrung. Die Traditionsveranstaltung – vor allem das gemeinsame Sprechen des Gebets wenig später – passe in diese Zeit. „Und Frieden ist universell“, fügt er hinzu.

Lange Zeit ohne Krieg

Der Weltfrieden, so sagt Streng in seiner Begrüßung, liege jedem am Herzen. So lange wie jetzt, habe es in Deutschland nie zusammenhängend keinen Krieg gegeben. „Und das wissen wir zu schätzen“, meint er.

Mit dem Sprechen der Friedensmeditation nach Jan und John Price, was weltweit um 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit gleichzeitig geschehe, leiste man auch in Crailsheim einen Beitrag zum Weltfrieden.

Man solle aber auch den Blick auf sich selbst werfen, zunächst mit sich selbst und seiner direkten Umgebung, wie der Familie, seinen Frieden finden. Christl Scherrle-Dietenmaier regt mit Beiträgen zusätzlich zum Nachdenken an, spricht über die 86 400 geschenkten Sekunden jeden Tag und den Umgang damit. Sie leitet in eine Meditation über, bei der die Besucher ihre innere Ruhe finden.

Und dann ist es 13 Uhr – und alle Teilnehmer sprechen gemeinsam die Friedensmeditation. Sie beginnt mit den Worten „Im Anfang – in Anfang Gott“  und endet mit „Es ist getan. Und so ist es.“

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