Crailsheim Mit Briefen Druck auf Regierungen ausüben

Rainer Möck, Sabine Schumacher-Kappeller und Jörg Mast (von links) von der AI-Regionalgruppe stellten sich vor.
Rainer Möck, Sabine Schumacher-Kappeller und Jörg Mast (von links) von der AI-Regionalgruppe stellten sich vor. © Foto: Bruno Münch
Crailsheim / swp 20.11.2018
Die Amnesty-International-Gruppe hat sich in Roßfeld in einem Gottesdienst vorgestellt.

Im Gottesdienst am Volkstrauertag waren Mitglieder der Amnesty International-Regionalgruppe Crailsheim-Hall in Roßfeld zu Gast. Beeindruckend stellten sie vor, wie Amnesty-International entstanden ist und wie man mit vielen Briefen etwas erreichen kann.

Der Ursprung von Amnesty International liegt im Jahr 1961, als in Portugal Studenten im Gefängnis landeten, weil sie in der Militärdiktatur auf die Freiheit getrunken haben. Durch Schreiben wurde ihre Freiheit erreicht: Viele Menschen hatten sich mit Briefen an die Regierung gewandt. Das Prinzip, mit Briefen auf Regierungen Druck auszuüben, damit diese die Menschenrechte einhalten, hat sich als wichtigste Aktionsform von AI erhalten. Dabei kann jeder mitmachen.

Drei Mitglieder der Regionalgruppe – Sabine Schumacher-­Kappeller, Jörg Mast und Rainer Möck – stellten im Gottesdienst aktuelle Fälle vor. Sie stellten dar, dass man in über 30 Prozent der aufgegriffenen Fälle letztlich Erfolg hat.

Kürzlich war das bei Taner Kilic der Fall: Kilic war in der Türkei am 6. Juni 2017 festgenommen worden unter dem Vorwurf, Mitglied einer terroristischen Organisation zu sein. Nach über 400 Tagen und vielen Briefen von Menschen aus der ganzen Welt hat er seit August 2018 seine Freiheit wieder.

Interessenten können sich über die Arbeit von Amnesty International im Internet informieren. Dort sind auch aktuelle Fälle zu finden, in denen man sich mit Schreiben einsetzen kann.

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