Crailsheim / SWP Der MFC Crailsheim reagiert auf den Artikel "Moto-Cross-Strecke empört Rat" vom 22. Dezember empört. Die Stellungnahme des Vereins veröffentlicht das HT nachfolgend im Wortlaut.

Die ,Empörung' schlug hoch. So hoch, dass es bereits auf der Seite 1 des Hohenloher Tagblatts dem Leser mitgeteilt werden musste. Sogar ,heftige Empörung' im Gemeinderat Satteldorf soll es gewesen sein. Zu den Fakten: Was war passiert? Der MFC Crailsheim, ein alteingesessener Club aus der Nachbargemeinde Crailsheim, hatte sich erdreistet, einen durchdachten und begründeten Antrag auf die Einrichtung eines Moto-Cross-Übungsgeländes in der Gemeinde Satteldorf, genauer im Bereich Bronnholzheim, direkt an der viel befahrenen Autobahn 6 an das Landratsamt zu stellen.

Untermauert war der Antrag mit dem positiven Umweltverträglichkeitsgutachten eines renommierten Ingenieurbüros. Das Landratsamt als Entscheidungsbehörde führt nun eine Anhörung der Gemeinde Satteldorf durch. Dieses rechtsstaatliche Verfahren empfindet ein Rat sogar als ,Frechheit'. Das lässt tief blicken.

Empören könnte sich der MFC, wie mit ihm, beziehungsweise seinem Anliegen umgegangen wird. Besagter Antrag war dem Bürgermeister Wackler, welcher bereits schon einmal ein Trainingsgelände des MFC erfolgreich verhindert hat, bereits länger bekannt. Statt ihn aber sofort auf die Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung zu setzen, wurde stattdessen just gerade dieses vorgesehene Gelände auf seinen Vorschlag hin schnell als Ausgleichsfläche ausgewiesen und auch gleich noch über eine völlig unübliche Veränderungssperre abgestimmt.

Erst in der darauffolgenden Gemeinderatssitzung wurde die Anhörung zum Antrag des MFC durchgeführt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Wobei sehr fraglich ist, ob die Veränderungssperre überhaupt zulässig ist und greift. Aber es geht noch weiter! Am 22. Dezember 2014 erschien dann der halbseitige Artikel unter der oben genannten Überschrift. Darin wird zwar bestätigt, dass die beantragte Trainingsstrecke direkt neben der A 6 liegt, jedoch ,aggressive Geräusche von mehr als 130 Dezibel' von ihr ausgehen würden.

Es handelt sich hier um einen theoretischen Wert aus dem Gutachten, der aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Überall ist nachzulesen, dass ein Moto-Cross-Motorrad höchstens 96 Dezibel Lautstärke entwickeln darf. Dass es manchmal schwierig ist, ein von Spezialisten erstelltes Gutachten zu lesen, dürfte klar sein. Trotzdem wurde dieser Wert zum Stimmungmachen verwendet.

Abgesehen von dem gründlichen und für den MFC positiven Lärmgutachten sollte sich jeder mal überlegen, ob ein paar Moto-Cross-Motorräder direkt neben der Autobahn an solch einer Stelle - weit entfernt von jeder Wohnbebauung - überhaupt jemanden stören könnten.

Es ist sehr schade, dass versucht wird, einen vielseitig engagierten und nicht zuletzt durch seine Jugendarbeit bekannten Club wie den MFC Crailsheim mit seinen Mitgliedern so zu boykottieren."

Motocross-Strecke empört Rat