Musikschule Hohenlohe Menschen Kultur vermitteln

Andreas Straßer leitet die Musikschule Hohenlohe. Er kümmert sich neben der Leitung vor allem um die Ensembles.
Andreas Straßer leitet die Musikschule Hohenlohe. Er kümmert sich neben der Leitung vor allem um die Ensembles. © Foto: Färber
Niederstetten / Oliver Färber 22.01.2019
Andreas Straßer leitet seit kurzem die Musikschule Hohenlohe. Die Lehrer unterrichten auch in Blaufelden, Gerabronn und Schrozberg.

Die Musik, die liegt Andreas Straßer im Blut. Das erfährt jeder schnell, der sich mit ihm darüber und über seine neue Aufgabe als Leiter der Musikschule Hohenlohe unterhält. Dem gebürtigen Schweinfurter wurde sie in die Wiege gelegt. „Ich bin in einer musikalischen Familie aufgewachsen“, erzählt der 45-Jährige. Mit seiner Leidenschaft und seinem Können will er den Zweckverband noch weiter nach vorn bringen, dafür sorgen, dass jungen Menschen die Kultur weiter vermittelt wird.

Auch ein weiteres Detail seiner Vergangenheit soll ihm dabei helfen. „Ich habe zuerst eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Das kommt mir jetzt auch zugute“, verrät er. In seinen Jahren danach bei der Bundeswehr in Hammelburg bekam die Musik wieder stärkere Bedeutung. Dort war er Musikzugführer.

Er widmete seine weitere Ausbildung dieser Richtung an der Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen. Gitarre, Klarinette und Saxofon bestimmten sie. Sein weiteres Studium führte ihn nach Mainz, wo er sich auch mit Instrumentalpädagogik beschäftigte. Sein Studienfach war die Gitarre mit der Klarinette als Nebeninstrument. 2005 schloss er mit seinem Diplom ab.

Straßer hat unterrichtet, war in Bad Königshofen in verschiedenen öffentlichen und privaten Musikschulen tätig. „Von 2007 bis 2016 war ich mit einer Profiband unterwegs“, berichtet er. Mit den Grumis, einer fränkischen Partyformation, kam er mit rund 120 Auftritten im Jahr ganz schön herum. „Das Crailsheimer Engelszelt beim Volksfest, die Muswiese oder der Cannstatter Wasen, das alles kenne ich aus der Zeit“, sagt Straßer mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Im Schuljahr 2016/2017 hat er dann als Gitarrenlehrer bei der Musikschule Hohenlohe angefangen. Er kümmerte sich auch um die Bläserklasse und das Jugendorchester. „Das mache ich auch heute noch“, berichtet er. Mitte 2017 wurde er zum stellvertretenden Schulleiter ernannt, am 1. Januar 2018 wurde er kommissarischer Schulleiter, bis er dieses Amt nun fest übernahm.

Er sieht darin etliche Verpflichtungen. Die wichtigste: die kulturelle Bildung junger Menschen voranzutreiben. Dass diese bei der Musikschule qualifiziert vermittelt werde, das zeige auch die Mitgliedschaft im Verband VDM, dem bundesweit 930 Einrichtungen dieser Art angehören.

Auch Ensembles leiten

Die Leitung der Schule verlange Zeit. Trotzdem kümmere er sich gern weiter um Ensembles wie zwei Bläserklassen, das Gitarren­orchester oder die Schulband. Auch neue Anstöße bringt er weiter wie „Wir musizieren“, wo Schulen, Musikvereine und Musikschule zunächst in Niederstetten und Gerabronn kooperieren.

Übrigens: Keines seiner Instrumente favorisiert er. „Gitarre, E-Gitarre, Klarinette oder Saxofon sind mir gleich lieb“, sagt Straßer. Auch keinen Musikstil will er besonders herausheben, egal ob es um Volksmusik, Rock, Metal oder Klassik geht: „Man kann jeder Richtung etwas abgewinnen.“

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Musikschule Hohenlohe ist ein Zweckverband

Sechs Kommunen aus zwei Landkreisen sind Träger der Musikschule Hohenlohe. Aus dem Landkreis Schwäbisch Hall sind das Blaufelden, Gerabronn und Schrozberg. Aus dem benachbarten Main-Tauber-Kreis sind es Igersheim, Niederstetten und Weikersheim. Im letzten Jahr hat die Musikschule Hohenlohe ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Derzeit betreut sie zwischen 700 und 800 Schüler in verschiedenen Räumen, die die Mitgliedskommunen dafür bereitstellen. Eigene Räume hat sie nicht. 24 Lehrer bieten ein breites Spektrum an Instrumenten an, deren Spiel sie Interessenten vermitteln. fär

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