Crailsheim Markus Stettner-Ruff neuer Geschäftsführer der Waldorfschule Crailsheim

Übergabe der Geschäftsführerstelle an der Waldorfschule Crailsheim: Markus Stettner-Ruff (links) trat zusammen mit einem vierköpfigen Team die Nachfolge von Gründungsmitglied Wolfgang Hermann-Kautter an.
Übergabe der Geschäftsführerstelle an der Waldorfschule Crailsheim: Markus Stettner-Ruff (links) trat zusammen mit einem vierköpfigen Team die Nachfolge von Gründungsmitglied Wolfgang Hermann-Kautter an. © Foto: Julia Vogelmann
Crailsheim / JULIA VOGELMANN 22.02.2016
Seit Freitag hat die Waldorfschule Crailsheim einen neuen Geschäftsführer. Markus Stettner-Ruff trat zusammen mit einem vierköpfigen Team die Nachfolge von Wolfgang Hermann-Kautter an.

Bereits im Juli des vergangenen Jahres hat Wolfgang Hermann-Kautter sein Amt als Geschäftsführer der Waldorfschule niedergelegt. Jetzt kommt mit Markus Stettner-Ruff jemand in das Amt, der die Arbeit Hermann-Kautters, den immer weiter fortschreitenden Ausbau der drei Säulen der Waldorfpädagogik in Crailsheim, in den letzten Jahren bereits begleitet hat. Vor allem am Aufbau eines Oberstufenkonzeptes war der neue Geschäftsführer beteiligt.

Hermann-Kautter, der auf eine Laufbahn vom beteiligten Vater über den Vorstand bis schließlich zum Geschäftsführer zurückblicken kann, fasste zusammen: "Die Gründung der Schule war trotz allem Schwierigen, Kantigen, Zermürbenden und Anstrengenden das Beste, was mir in meiner Biografie passieren konnte."

Viele lobende Worte für die Arbeit Hermann-Kautters fanden nicht nur der Vorstand der Waldorfschule, sondern auch Gäste wie Konrad Schmidt, Gründungsberater von der Silberwaldschule in Stuttgart, der zusammen mit Mitarbeitern aus Kindergarten und Krippe die Schaffensjahre von Hermann-Kautter und damit die Entstehungsgeschichte der Waldorfpädagogik in Crailsheim Revue passieren ließ.

Jetzt, wo die Krippe und der Kindergarten auf festen Füßen stehen und die Schule mit neuem Oberstufenkonzept auf einem guten Weg ist, sich zu etablieren, ist die Zeit für einen Wechsel gekommen. Als Lehrer und Leiter des Orchesters wird Wolfgang Hermann-Kautter der Schule aber erhalten bleiben. "Die Zeit des Improvisierens ist vorbei, jetzt folgt die Solidierungsphase", fasste Wilhelm Volz zusammen, der zusammen mit Susanne Hammer moderierte. Wo Hermann-Kautter für Wachen, Hüten, Kümmern gestanden hätte, käme mit Stettner-Ruff jetzt einer fürs Messen, Steuern und Regeln, so Volz weiter.

Markus Stettner-Ruff wird die Waldorfschule nicht alleine führen. Er stellte gleich sein Team vor. "Alles ist zu kompliziert, detailliert und abstrakt. Wir brauchen einen Kreis von Menschen für diese Aufgabe", erklärte er und nannte Sabine Mayer, Sigrun Hermann, Holger Schilling und Irmgard Hübschmann als Leitungskreis.

Über sich selbst sagte der neue Geschäftsführer, der einst auch das "Bilderhaus" in Gschwend mit aufgebaut und geleitet hat: "Ich bin ein Mensch, der gerne Impulse setzt und Dinge anders macht als der Mainstream." Mit diesem Motto hat er sich einen Ruf als Geschäftsführer der Waldorfschule in Hall erarbeitet, deren Geschicke er 13 Jahre lang führte, bevor er als Dozent an das Rudolf-Steiner-Institut Kassel wechselte.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel