Dinkelsbühl Mann gesucht

Susi und Liesl sind sehr unterschiedliche Schwestern. Das stellt den Bauer Kohlhiesel doch vor einige Probleme. Foto: Theater
Susi und Liesl sind sehr unterschiedliche Schwestern. Das stellt den Bauer Kohlhiesel doch vor einige Probleme. Foto: Theater
PM 30.05.2014
"Kohlhiesels Töchter", ein Schauspiel nach dem Schwank von Hanns Kräly, präsentiert das Landestheater Dinkelsbühl in seiner Sommerspielzeit.

Nimm du sie, die Susi: Zacharias Kohlhiesels Tochter ist nicht gerade begehrt bei der Männerwelt des kleinen Alpendorfes. Ganz anders ihre Schwester Liesl - nicht nur die Jungs aus dem Dorf laufen ihr hinterher, auch der Student Peter folgt der Schönen aus der großen Stadt ins ländliche Hinterflüh.

Aber nachdem erst die ältere zänkische Susi, die seit Jahr und Tag Vater und Knechte tyrannisiert, unter die Haube muss, bevor die reizende Liesl heiraten darf, sucht Bauer Kohlhiesel nach einer Lösung. Eine Zeitungsanzeige soll die gewünschten Bewerber anlocken. Die kreuzt sich mit dem Inserat von Susi, die einen weiteren Knecht sucht. Das sorgt für Verwirrung und überraschende Wendungen, bis Liesl die Sache in die Hand nimmt und am Schluss weibliche List und Solidarität den Sieg davontragen.

Hanns Kräly adaptierte 1920 Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" ins Alpenmilieu und schuf so einen Filmstoffklassiker, der seit der ersten Stummfilmfassung von Ernst Lubitsch immer wieder neu verfilmt wurde - am erfolgreichsten 1962 mit Liselotte Pulver in der Doppelrolle der zwei ungleichen Schwestern. Info "Kohlhiesels Töchter" ist auf der überdachten Freilichtbühne am Dinkelsbühler Wehrgang zu sehen. Premiere ist am 3. Juni. Karten gibts unter Telefon 0 98 51 / 90 26 00.