Frankenhardt / pm Die sicherheitsrelevanten Schäden am Löffelstelzweiher in Frankenhardt sind saniert.

Der Löffelstelzweiher geriet zu Beginn des Jahres wegen Biberschäden in die Schlagzeilen. Mittlerweile ist das Gewässer, das sich im Besitz der Gemeinde Frankenhardt befindet, wieder saniert. Zum Abschluss der Arbeiten hat der Angelsportverein (ASV) Honhardt alle Beteiligten eingeladen und eine positive Bilanz gezogen.

Im Herbst 2016 wurden beim turnusmäßigen Ablassen des Sees erhebliche Schäden am Ufer festgestellt, die vor allem von einem Biber verursacht worden waren.

Fachmännischen Rat und Unterstützung holte man sich bei den Biberexperten des Landkreises Schwäbisch Hall und den drei Biberberatern in der Gemeinde. Bei einem Vororttermin im Januar 2017 mit den Landkreisvertretern, Frankenhardts Bürgermeister Jörg Schmidt, den Biberberatern aus Frankenhardt, dem Gewässerwart des ASV Honhardt und Naturschutzbeauftragten Klaus Gronbach sowie dem Vorsitzenden des ASV Honhardt, Markus Staiger, wurde die Problematik intensiv besprochen. Die Koordination der Arbeiten übernahm der Verein. Die notwendigen Bauarbeiten vergab der Gemeinderat an die Firma Schumann in Gründelhardt.

Maschendraht schützt Damm

Der 120 Meter lange Damm am Ostufer musste zum Beispiel von vorhandenen Steinschüttungen bis zur Seesohle befreit werden, damit große Felssteinbrocken exakt eingebaut werden konnten. Zusätzlich wurde auf 120 Meter Länge am Hauptdamm ein zwei Meter breiter Maschendrahtzaun als künftiger Durchwühlschutz von den Vereinsmitgliedern eingelegt.

Die Gefahr, dass sich der Biber an den sicherheitsrelevanten ­Stellen wieder eingräbt, ist somit ausgeschlossen. Der Biber hat bereits kurz nach dem Wiederanstau das Gewässer erneut in Beschlag genommen und einen Damm an unproblematischer Stelle errichtet.

Neben den Gesamtkosten für Maschinen und Geräteeinsatz in Höhe von etwa 12.000 Euro, die die Gemeinde Frankenhardt trägt, übernimmt der Landkreis Schwäbisch Hall einen Teil der Materialkosten. Weitere 2200 Euro hat der ASV Honhardt beigesteuert – neben den 230 ehrenamtlich geleisteten Arbeitseinsatzstunden. Beim Abschlussfest dankte der Vorsitzende Markus Staiger den Vereinsmitgliedern für ihren Einsatz, der Gemeinde Frankenhardt für die sehr gute reibungslose Zusammenarbeit und dem Landrats­amt Schwäbisch Hall für die fachliche Beteiligung und Unterstützung.

Sanierungsziele erreicht

Die im Vorfeld vereinbarten Sanierungsziele wurden erfolgreich erreicht. Im See leben wieder alle heimischen Wassertierarten und vor allem Frösche, denen dieses Jahr ein großer Nachwuchs gelungen ist. Auch ein gesunder Grundbesatz an heimischen Fischen ist von den Vereinsmitgliedern eingesetzt worden. „Der See grünt schneller ein als erwartet, man sieht fast gar nicht mehr, dass hier eine große Erdbaustelle war“, so der stellvertretende Bürgermeister Vitus Fuchs.