Drei Dinge sind nach Ansicht von Wolfgang Grandjean nötig, um das Ziel, einen Halbmarathon zu laufen, zu erreichen: „Ein Plan, eine Methodik und Motivation. Letztere gibt’s beim Lauftreff von den Trainern und den anderen Teilnehmern.“ Damit könnten sogar Laufanfänger nach sechs Monaten Training die 21-Kilometer-Strecke bewältigen – und zwar mit Freude und bei bester Gesundheit. Wie das geht, stellte der Erfinder der Aktion Lauf geht’s am Montag im Forum des Hohenloher Tagblatts vor.

Lauf geht’s hat schon 6000 Menschen in Bewegung gebracht

Die Südwest Presse Hohenlohe veranstaltet die Aktion zum zweiten Mal. Mehr als 300 Teilnehmer haben im vergangenen Jahr mitgemacht. Insgesamt gibt es Lauf geht’s jetzt seit sechs Jahren. An mehreren Standorten in Deutschland trainieren Laufanfänger, Wiedereinsteiger und auch einige Laufenthusiasten für einen Halbmarathon. „Die Aktion hat schon mehr als 6000 Menschen in Bewegung gebracht“, berichtet Grandjean.

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Zum Erfolgsrezept gehört ein Trainingsprogramm, das zwischen „richtig hart“ und „richtig langsam“ abwechselt. „Wir laufen ohne zu schnaufen“, sagt Grandjean. Neben drei langsamen Laufeinheiten in der Woche gibt es ein kurzes Hochintensivtraining. Dadurch werde in kürzerer Zeit ein besserer Trainingseffekt erzielt und es gebe weniger Verletzungen.

Die Teilnehmer laufen nach ihrem Trainingspuls. „Es gibt keine Kilometervorgabe, die Trainingsdauer ist entscheidend. Und es gibt keine Tempovorgabe, nur der Puls zählt“, erklärt Grandjean. „Jeder läuft also in seinem individuellen Tempo und nach seiner persönlichen Belastungsgrenze.“ Das sei Gesundlaufen ohne Leistungsdruck, aber dafür umso mehr Freude an der Bewegung.

In diesem Jahr wird erstmals eine Gruppe Power-Walking angeboten. Sie eignet sich besonders für Einsteiger mit hohem Ausgangsgewicht oder mit Vorbelastungen in den Gelenken. „Beim Power-Walking gibt es keine Flugphase. So werden die Gelenke geschont und es gibt weniger Belastung auf Sehnen und Bänder.“ Auch die Walker sind am Ende beim Halbmarathon dabei.

Gesundheitsprogramm Lauf geht’s legt Wert auf Ernährung

Wolfgang Grandjean stellte sich den 130 Zuhörern im Forum des Hohenloher Tagblatts als „Hobbykoch und Hobbyesser“ vor. Niemals würde er bei einem Programm mitmachen, bei dem er Fasten und auf seine Lieblingsgerichte verzichten müsste. Er sei aber gerne bereit, sich gesünder zu ernähren – „weil es mir guttut und weil es schmeckt“ – und ab und zu mal mit Genuss zu sündigen. „Wir ernähren uns bei Lauf geht’s fettschlau und eiweißreich und reduzieren die Kohlenhydrate. Außerdem nutzen wir entzündungssenkende Gewürze wie Ingwer, Kurkuma, Zimt, Chili und Pfeffer“, erklärte Grandjean. „Es ist eine Läufer-Ernährung und keine Diät.“

Ernährung und Bewegung greifen bei dem Programm ineinander. „Dadurch ist eine schnellere Regeneration möglich und es kommt zur Gewichtsabnahme: ob man will oder nicht, man nimmt bei Lauf geht’s ab.“

Die wissenschaftliche Evaluation des Programms hat ergeben, dass es unter den Teilnehmern eine hohe Motivation gibt, durchzuhalten. Viele Teilnehmer verbessern ihre Gesundheit.

Bauchfett schwindet bei dem Programm

Die Gewichtsreduktion liegt im Durchschnitt bei 3,7 Kilogramm, einzelne Läufer verlieren deutlich mehr Kilos. „Es ist vor allem das gefährliche Bauchfett, das schwindet“, sagt Grandjean. „Im Schnitt verringert sich der Taillenumfang um 5,6 Zentimeter, das entspricht zwei Hosenbundgrößen.“

Das allerbeste jedoch sei, dass Lauf geht’s einfach guttut, meint Grandjean. „Die Läufer verspüren mehr Lebensenergie. Ihre Lebensfreude kletterte auf einer Skala von 0 bis 10 von 5,3 vor Beginn der Aktion auf eine 8,4. Das ist der schönste Erfolg.“

Info Anmeldeschluss ist der 15. März. Fragen zu Lauf geht’s beantwortet Christine Hofmann per E-Mail an c.hofmann@swp.de oder telefonisch unter 0 79 51 / 40 93 16.