Wären die Lauf-geht’s-Teilnehmer Wanderer, hätten sie wohl ein Bergfest gefeiert. Da sie aber in leichterem Schuhwerk und etwas flotter unterwegs sind – und außerdem nicht gerade in Jubelgeschrei ausbrechen, wenn der Weg zu steil wird – tun sie das, was sie seit vier Monaten immer tun und was sie inzwischen schon ganz gut beherrschen: Sie laufen. Grund zur Freude haben sie allemal, denn der halbe Weg zum Halbmarathon liegt schon hinter ihnen.

Seit Anfang April trainieren Laufanfänger, Fortgeschrittene und geübte Läufer nach einem unter modernsten Forschungsergebnissen erstellten Trainingsplan des Biologen und Sportwissenschaftlers Dr. Wolfgang Feil. Einmal in der Woche treffen sie sich zum gemeinsamen Lauftreff, um unter Anleitung von Lauftrainern die längste Distanz der Woche zu schaffen. Zweimal die Woche absolvieren sie zusätzlich selbst noch ein Lauftraining, eines zur Regeneration und eines um die Schnelligkeit zu verbessern, und schließlich bringen sie sich noch mit einem Tabata-Intervalltraining in Form.

Sport "Lauf Geht's"-Gruppe Crailsheim macht Fortschritte

Leistung der Lauf-geht’s-Teilnehmer hat sich verbessert

„Die Form hat sich schon merklich verbessert“, stellt Dr. Christoph Simsch, Headcoach der Lauf-geht’s-Aktion fest. „Die Fortschritte sieht man schon beim Lauf-ABC zu Beginn des Trainings. Anfangs hatten viele noch Probleme mit der Koordination, jetzt sind die Bewegungen flüssig geworden. Jeder Teilnehmer kann schon jetzt stolz sein auf das, was er geschafft hat.“

Die größten Erfolge gibt es zweifellos in der Gruppe der Laufanfäner, der sogenannten Latte Macchiatos. „Wir trainieren hart und die Teilnehmer haben extreme Fortschritte gemacht. Die meisten konnten sich anfangs gar nicht vorstellen, zehn Kilometer zu laufen“, berichtet Sändi Rollbühler. „Viele sind ja wirklich noch nie in ihrem Leben gelaufen.“ Am Ende der Aktion wollen sie 21 Kilometer laufen: den Halbmarathon beim Einstein-Marathon in Ulm am 29. September.

Guter Zusammenhalt bei den Laufanfängern

Schön findet die Trainerin, die selbst Triathlons bestreitet, dass es innerhalb der Latte-Macchiato-Gruppe einen guten Zusammenhalt gibt. „Man motiviert sich gegenseitig, der eine zieht den anderen mit. So bleibt keiner auf der Strecke.“

Auf der Strecke bleiben auch die etwas geübteren Läufer nicht. „Die Cappuccinos sind auf einem sehr guten Weg nach Ulm“, sagt Trainer Jonathan Hartter. „Ich habe zwar das Gefühl, dass nicht mehr alle so regelmäßig zum Lauftreff kommen, aber die, die kommen, sind hoch motiviert.“

Auch in der Espresso-Gruppe stimmt freilich die Motivation. „Nachweislich sind alle in der Gruppe sehr ausdauernd und um ein Vielfaches schneller geworden“, berichtet Lauftrainer Seydan Eslikizi, der jede Woche mit den schnellen Läufern der Aktion unterwegs ist. „Erklärtes Ziel ist natürlich, unter zwei Stunden den Halbmarathon zu finishen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass der eine oder andere aus der Gruppe eine gute 1,50er-Zeit erreichen wird.“

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Wochen sind es noch, dann gehen die Lauf-geht’s-Teilnehmer beim
Einstein-Marathon in Ulm an den Start, um dort einen Halbmarathon zu laufen.