Jetzt geht’s los.“ Entschlossen schnürt Katharina Hofmann die Laufschuhe zu. Heute beginnt sie mit der ersten Trainingseinheit von Lauf geht’s. „Ich habe richtig Lust, das Projekt zu starten. Ich weiß nicht, ob ich schon jemals eine so große Herausforderung angenommen und so lange auf ein Ziel hingearbeitet habe“, sagt die 26-Jährige, die in Blaufelden wohnt. Hofmanns Ziel: Sie will nach sechs Monaten Training einen Halbmarathon laufen.

Als Auszubildende bei Intersport Schoell in Crailsheim kennt sich Katharina Hofmann gut aus mit Laufschuhen. Sie besitzt freilich auch schon welche, denkt aber gerade über ein neues Paar nach und probiert einige Modelle an. Doch bald, da ist sie sich sicher, wird sie den Kunden neben der Beratung noch den einen oder anderen Praxistipp mitgeben können. „Dann kann ich noch viel besser mitreden“, meint Hofmann. Bei der Aktion Lauf geht’s mitzumachen schafft für sie eine Verbindung zwischen Arbeit und Freizeit. Katharina Hofmann ist nicht die einzige Mitarbeiterin des Sportgeschäfts, die sich zum Laufprogramm angemeldet hat. Zwei weitere Kollegen aus Crailsheim und zwei Mitarbeiter aus der Haller  Filiale machen ebenfalls mit.

„Ich kann mir noch nicht so richtig vorstellen, in wenigen Monaten 21 Kilometer laufen zu können. Das klingt noch ziemlich unrealistisch“, sagt die 26-Jährige. Dabei fängt sie nicht bei Null an, sondern joggt in ihrer Freizeit immer wieder mal eine Runde. Und früher hat sie viel Kraftsport gemacht. Aber sie hat beobachtet, wie sich Teilnehmer von Lauf geht’s 2019 während der Trainingsphase verändert haben. „Meine Cousine hat im letzten Jahr bei Lauf geht’s mitgemacht und ist am Ende wirklich einen Halbmarathon gelaufen. Man konnte sehen, wie sie immer fitter und sportlicher wurde. Das motiviert mich, es ebenfalls zu schaffen.“

Lauf geht’s in Crailsheim „Zeit nutze ich fürs Lauftraining“

Crailsheim

Neben dem Laufen interessiert die angehende Einzelhandelskauffrau vor allem das Ernährungsprogramm von Lauf geht’s. Sie will sich zucker- und kalorienärmer ernähren und dafür mehr Wert legen auf eine eiweißreiche Kost mit viel Gemüse, guten Fetten und entzündungshemmenden Lebensmitteln. „Ich habe oft sehr unregelmäßig gegessen. Jetzt achte ich darauf, regelmäßig zu essen – und ich denke mehr darüber nach Lebensmittel zu essen, die dem Körper gut tun.“ Ihr Trinkpensum hat sie schon merklich gesteigert, ihr schmeckt das Ingwer-Zitronen-Wasser, das Dr. Wolfgang Feil empfiehlt. „Ich merke schon jetzt, dass mir eine regelmäßige, gesunde Ernährung gut tut. Ich fühle mich fitter und habe mehr Energie.“

Die Energie braucht sie auch, denn auf dem Trainingsplan stehen drei Laufeinheiten in der Woche und zusätzlich noch ein kurzes aber kräftezehrendes Intervalltraining. Dass sie zunächst allein trainieren muss, da in der Corona-Zeit keine Lauftreffs stattfinden dürfen, macht ihr nicht viel aus. „Ich laufe gern allein. Da kann ich mich nur auf mich konzentrieren und muss auf niemanden Rücksicht nehmen“, erzählt Katharina Hofmann.

Musik oder Podcast hören

Manchmal hört sie beim Laufen Musik oder einen Podcast und lenkt sich von der Prüfungsvorbereitung ab. Bald stehen die Abschlussprüfungen ihrer Ausbildung an. „Die perfekte Laufzeit ist für mich der frühe Abend“, sagt Hofmann. „Da ist es  nicht zu warm und nicht zu kalt, der Tag liegt hinter einem und man kann in den Sonnenuntergang hineinlaufen.“