Ulrike Bauer-Dörr ist an diesem Samstagmittag schon ein Stück eine Lebensretterin. Nein, sie ist nicht vom Deutschen Roten Kreuz, auch wenn dessen Ehrenamtliche bei 30 Grad im Schatten besonders viele Runden auf dem Langenburger Schlossareal drehen. Bauer-Dörr steht am Stand der Ingelfinger Winzer und schenkt Getränke aus, die besonders begehrt sind, wenn die Sonne so vom Himmel brennt. „Wir mussten schon Wasser nachgeliefert bekommen“, sagt sie. Aber auch die feinen Weine gehen gut.

„Zwei Landfrauensprudel bitte“, lautet die Bestellung von Margarethe Klaiber, die sie mit einem Kichern beendet. Die Untergruppenbacherin stößt erst einmal mit ihrer Freundin an, bevor sie über ihre Erfahrungen bei den 16. Fürstlichen Gartentagen berichtet. „Das Schloss und die Wege hier bieten halt eine angenehme Atmosphäre“, begründet die 66-Jährige, warum sie bereits zum sechsten Mal dafür ins Hohenlohische kommt.

16. Fürstliche Gartentage auf Schloss Langenburg

Gartenmesse 16. Fürstliche Gartentage auf Schloss Langenburg

Sie lobt die Veranstalter dafür, dass sie so viele verschiedene Facetten rund um den Garten darstellten. „Und halt auch besonders viele Sachen, die du nicht gleich beim nächsten Gartencenter kaufen kannst“, fügt sie hinzu. Pflanzen, Möbel, Kunstgeschmiedetes und andere Accessoires. „Und dazu immer wieder zwischendrin etwas zum Essen oder Trinken für die wichtigen Päus­chen. So ist’s gut“, meint sie und nippt an ihrem Sektglas.

Besonders schätze sie, dass es nur an wenigen Stellen eng zugehe. „Das ist schön, wenn man nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist“, so die Rentnerin. Das ist auch ein Punkt, den Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg betont. „Bei uns ist es eben nicht so übertrieben voll. Es geht sehr entspannt zu“, so der Schlossherr. Das Gelände sei weitläufig, die Besucher würden sich darauf gut verteilen. Es sei kein Problem, das Angebot mit Kindern oder Hunden zu erkunden.

Gartentage sind von gigantischem Wetter gesegnet

Den Eindruck, den einige haben, dass freitags und samstags mehr los gewesen sei, der täusche. Am Freitag seien es knapp unter 7000, am Samstag knapp mehr als 7000 Besucher gewesen. „Wir hatten freitags schon 9000. Das ist immer ein subjektiver Eindruck“, weiß der Fürst, auch wenn er das Sonnenwetter an den beiden ersten Tagen als „gigantisch“ bezeichnet.

Fürstliche Gartentage 2019

Natur Fürstliche Gartentage 2019

Was er bei den Kontakten, die er hatte, bemerkt habe, sei, dass das Motto Flower-Power bei den Gästen gut angekommen sei. „Es war immer wieder Gesprächsthema“, betont der Schlossherr. Das berichtet auch Martin Lohde, der mit seinem Landschaftsarchitekturbüro alljährlich das Langenburger Spektakel organisiert. „Die Vorträge dazu fanden großes Interesse“, meint er. Flower-Power in der Küche, im Weinglas oder blütenreicher Garten lauten die Überschriften. Die machen neugierig.

Aussteller machen gute Geschäfte

Zufrieden ist Lohde mit der Resonanz bei den Besuchern. „Am Freitag und Samstag war es ein bisschen zu heiß“, so sein Kommentar. Da sei der Sonntag mit etwas Wind und angenehmeren Temperaturen doch besser. Nach den rund 14.000 Besuchern an den ersten beiden Tagen rechnet er am Sonntagmittag noch mit 10.000 Gästen am letzten Messetag. Damit sei er zufrieden. Das betreffe auch die Aussteller und Händler. „Ich habe gehört, dass sie gut verkauft hätten“, berichtet Lohde.

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Aussteller präsentieren bei den 16. Fürstlichen Gartentagen auf Schloss Langenburg von Freitag bis Sonntag ihr Angebot.