Von dieser Woche an ist ein Untersuchungsteam des Robert-Koch-Instituts (RKI) für eine Studie zum Coronavirus in der Gemeinde Kupferzell. „Wir wollen mit der Studie weitere Antworten auf Fragen rund um das Virus und seine Verbreitung geben können“, sagt Dr. Thomas Lampert, Leiter der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring am RKI.

Insbesondere wird dabei untersucht, bei wie vielen Menschen sich Antikörper nachweisen lassen und wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Hohenlohekreises und der Gemeinde Kupferzell. Auch die Fragen, ob manche Personengruppen häufiger von einer Infektion betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass diese im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden muss, sollen betrachtet werden.
Kupferzell ist der erste Untersuchungsort von „Corona Monitoring lokal“. Insgesamt will das RKI in drei Wochen die Zahl von 2000 Teilnehmern in Kupferzell erreichen. Weitere besonders betroffene Gebiete in Deutschland sollen folgen. „Im März war die Gemeinde Kupferzell von einer hohen Anzahl an Neuinfektionen besonders stark betroffen und wurde so zu einem der Hotspots im Hohenlohekreis“, sagt Christoph Spieles, Bürgermeister der Gemeinde Kupferzell.

Teilnehmer werden eingeladen

„Wir begrüßen die Studie und sind gerne bereit, das Robert-Koch-Institut in jeder erdenklichen Hinsicht zu unterstützen“, betont Landrat Dr. Matthias Neth. „Wir bitten daher alle Kupferzeller Bürgerinnen und Bürger, die zur Teilnahme eingeladen wurden, bei der Studie mitzumachen.“ Freiwillige Meldungen sind nicht möglich.

Dass Kupferzell ausgewählt wurde, hat damit zu tun: Sowohl die Einwohnerzahl als auch die relativ isolierte Lage im ländlichen Raum (im Gegensatz zu einer Großstadt) würden sehr gut zu den Voraussetzungen der Studie passen.