„Mich hat ein Schreiben der Bürgerwind Kreßberg GmbH & Co. KG erreicht“, sagte Kreßbergs Bürgermeister Robert Fischer in der Gemeinderatssitzung am Montag. Diese Gesellschaft, gegründet von der Natur­energie Zeilinger UG und der Burg Lichtenfels Energie GmbH & Co. KG, entwickelt das Projekt „Bürgerwind Kreßberg“. Dem Ganzen ging „ein langwieriger und schwieriger Genehmigungsprozess“ voraus, betonte Fischer.

Hintergrund: Ursprünglich waren zwischen Westgartshausen und Waldtann auf Gemarkung Kreßberg vier Windräder geplant, zwei scheiterten am Drehfunkfeuer Hohenkreßberg, für die anderen liegt eine Baugenehmigung vor. Dabei handelt es sich um Anlagen vom Typ Vensys 112 und 120, Nennleistung 2,5 beziehungsweise drei Megawatt, Rotordurchmesser 112 beziehungsweise 120 Meter, Nabenhöhe jeweils 140 Meter.

Crailsheim/Mannheim

Infoveranstaltung gibt Aufschluss über Investitionsmöglichkeiten

Gerechnet wird mit einer Stromproduktion von zwölf Millionen Kilowattstunden per annum, damit könnten rund 3400 durchschnittliche Haushalte versorgt werden. Demnächst ist Baubeginn, Ende des Jahres sollen die Windenergieanlagen an das Stromnetz der Stadtwerke Crailsheim angeschlossen werden. Derzeit sind vier Klagen von Anwohnern gegen ein Windrad anhängig. Die Erfolgsaussichten schätzt Projektentwickler Reinhold Zeilinger als gering ein.

Die Gesellschaft bietet Bürgern die Möglichkeit, sich an beiden Anlagen zu beteiligen. Benötigt werden auf dem Weg der Schwarmfinanzierung mindestens 500.000 Euro, maximal 630.000 Euro. In der Kreßberghalle in Marktlustenau findet an diesem Freitag um 19.30 Uhr eine Infoveranstaltung zur Beteiligungsmöglichkeit am Bürgerwindpark Kreßberg statt. „Es soll Geld vor Ort bleiben und Geld in die Region fließen“, sagt Zeilinger. Ein Beleg dafür sind bereits 115 Pachtverträge mit Grundstückseigentümern.