Drei interessante Stichwahlen gab es am vergangenen Sonntag im Nachbarlandkreis Ansbach. Fangen wir in Rothenburg an: Dr. Markus Naser ist zum neuen Oberbürgermeister der Tauberstadt gewählt worden. Der für die Freie Rothenburger Vereinigung (FRV) angetretene 39-Jährige aus Wolfsau bei Diebach folgt damit auf Walter Hartl, der die Geschicke der Stadt seit 2006 als OB lenkte und nicht mehr antrat. Naser erhielt 60,7 Prozent der Stimmen und schlug damit die CSU-Kandidatin Martina Schlegel, die 39,9 Prozent holte. Die Wahlbeteiligung lag mit fast 62 Prozent bei einer reinen Briefwahl deutlich höher als beim ersten Termin mit 55 Prozent.

Markus Naser ist Historiker (Doktor der Philosophie im Fach Landesgeschichte an der Universität Würzburg), verheiratet und hat eine Tochter. Sein Slogan im Wahlkampf lautete: „Als Ihr Oberbürgermeister werde ich Traditionen bewahren, Gegenwart lebendig gestalten, Zukunft visionär aufbauen“.

Dr. Jürgen Ludwig bleibt Landrat

In Ansbach gibt es nach zwölf Jahren einen Wechsel an der Spitze der Stadt. Thomas Deffner wird neuer Oberbürgermeister und löst damit die bisherige Amtsinhaberin Carda Seidel ab. Die Rathauschefin und ihr bisheriger Vertreter als Erster Bürgermeister hatten sich schon vor sechs Jahren ein Duell geliefert. Jetzt erreichte CSU-Mann Deffner 62,3 Prozent der Stimmen, die parteilose Seidel kam auf 37,7.

Der neue Landrat des Kreises Ansbach bleibt der alte: Dr. Jürgen Ludwig (CSU). Der frühere Crailsheimer Wirtschaftsförderer holte in der Stichwahl mit seinem Herausforderer Jürgen Seifert von den Freien Wählern 59 Prozent der Wählerstimmen; für Seifert votierten 41 Prozent, die Wahlbeteiligung lag bei knapp 60 Prozent. Ludwig hatte im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit mit 48,9 Prozent nur knapp verfehlt; Seifert kam auf 23,7 Prozent.

Auf seiner Facebook-Seite schrieb Ludwig: „Ich bin sehr dankbar für die klare Bestätigung im Amt des Landrats des Landkreises Ansbach durch die Wählerinnen und Wähler. Ich freue mich, mich auch in den nächsten Jahren für meine Heimat einsetzen zu dürfen. Vielen Dank für die große Unterstützung und die vielen Glückwünsche“. Der 49-Jährige steht dem Landkreis Ansbach seit Mai 2012 vor. Damals setzte er sich mit 60,3 Prozent in der Stichwahl gegen Kurt Unger (SPD) durch.