Crailsheim Kinder teilen mit Nachbarn Waldorfschüler spenden Kartoffeln

Die Viertklässler der Waldorfschule dachten an ihre Nachbarn. Privatfoto
Die Viertklässler der Waldorfschule dachten an ihre Nachbarn. Privatfoto
Crailsheim / PM 27.11.2012
Die 4. Klasse der Freien Waldorfschule in Crailsheim spendete dem "Arbeitskreis Burgbergstraße" einen Teil der diesjährigen Kartoffelernte aus dem Schulgarten für die Mittagsverpflegung.

Die Kinder hatten mit ihrer Klassenlehrerin Sibylle Schwalb im Schulgarten Kartoffeln angebaut; die Ernte war so reichlich, dass die Kinder am Martinstag überlegt haben, mit wem sie denn teilen könnten, wer ihre Hilfe denn nötig hätte.

Die Kinder haben wahrgenommen, dass in ihrer Burgbergstraße, quasi gleich um die Ecke, bedürftige Menschen wohnen. Deshalb war schnell klar, dass man die Ernte mit genau diesen Menschen in der Nachbarschaft teilen würde - ganz so, wie St. Martin seinen Mantel auch geteilt hatte.

Gemeinsam besuchte die 4. Klasse den "Arbeitskreis Burgbergstraße", der dort zweimal wöchentlich für rund 20 Personen ein warmes Mittagessen austeilt. Die ehrenamtliche Helferinnen Irmgard Brenner und Gertrud Häffner erklärten den Kindern, welche Hilfe die Menschen in der Burgbergstraße nötig haben und welche Hilfe der Arbeitskreis der evangelischen Christusgemeinde geben kann.

Aufmerksam betrachteten die Kinder die Räumlichkeiten und hörten interessiert den Erklärungen von Irmgard Brenner zu. Die Kartoffeln werden vom Arbeitskreis zu einer Gemüsesuppe verarbeitet, denn Kartoffeln sind unter den Spenden Mangelware und bringen jetzt anderen Menschen eine Freude.

Die Kinder jedenfalls hat es gefreut, dass ihre mühsam angebauten Kartoffeln zuerst sie selbst und jetzt auch noch die Nachbarn in der Burgbergstraße erfreuen. Die Mühe mit dem Anbau der Kartoffeln hat sich also dieses Jahr gleich auf mehrfache Weise gelohnt.

Insbesondere die Enge im Esszimmer und die einzige Spielmöglichkeit im kühlen Flur für die knapp zehn Kinder machten die Viertklässler nachdenklich. Mancher Schüler überlegt nun, ob auch Spielzeug gespendet werden könnte.

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