Künzelsau Keine Umladehalle in Beltersrot

Das Archivbild zeigt die ehemalige Hausmülldeponie Beltersrot. Foto: Marc Weigert
Das Archivbild zeigt die ehemalige Hausmülldeponie Beltersrot. Foto: Marc Weigert
RALF REICHERT 30.05.2014
Der Hohenlohekreis will vorerst keine Halle auf dem Gelände der Kreismülldeponie in Beltersrot bauen, in der Rest- und Sperrmüll umgeladen wird.

Die Landkreisverwaltung des Hohenlohekreises ist von ihrer bisher favorisierten Lösung abgerückt und hat am Montag im Sozial-, Kultur- und Umweltausschuss des Kreistags eine andere Richtung eingeschlagen: Das Gremium empfiehlt dem Kreistag, vom Bau einer eigenen Halle vorerst abzurücken und "die Umladung von Rest- und Sperrmüll mit dem Einsammeln oder der Entsorgung für einen begrenzten Zeitraum auszuschreiben". So steht es in einer Presseerklärung des Landratsamts.

In und um Beltersrot war diese Frage in den vergangenen Wochen heiß diskutiert worden. Zu einer Infoveranstaltung des Kreises in Kupferzell waren am 7. Mai mehr als 200 Bürger gekommen. Sie wollten Antworten. Eine wichtige haben sie nun erhalten. Das letzte Wort hat der Kreistag am 30. Juni in der Dreschhalle in Hollenbach.

Derzeit wird der Restmüll aus dem Hohenlohekreis in Heilbronn umgeladen, bevor er in die Verbrennungsanlage gefahren wird. Doch dieser Vertrag läuft aus. Die Verwaltung argumentierte bisher, auf Dauer sei es günstiger, den Müll in einer eigenen Halle zu sammeln. Standort um Standort wurde geprüft, am Ende erschien die Kreismülldeponie Stäffelesrain in Beltersrot die wirtschaftlichste Alternative.

"Die Verwaltung ist nicht festgelegt. Ich will genau hören, wie die Stimmung in Beltersrot ist", hatte Landrat Matthias Neth am 7. Mai in Kupferzell gesagt. Der kritischen bis ablehnenden Haltung vor Ort hat er offenbar Rechnung getragen - und das Projekt vorerst abgeblasen. Die Kreisverwaltung möchte sich in dieser wichtigen Frage mehr Zeit lassen. Deshalb zeichnet sich nun eine Art Übergangslösung ab.