Region Kein Bedarf an Hochspannung?

Hochspannungsmast - ob eine Gleichstromverbindung von Bünzwangen nach Goldshöfe gebaut wird, ist gegenwärtig offen. Archvifoto: dpa
Hochspannungsmast - ob eine Gleichstromverbindung von Bünzwangen nach Goldshöfe gebaut wird, ist gegenwärtig offen. Archvifoto: dpa
Region / RS 31.05.2014
Drei Landkreise und zahlreiche Kommunen sind gegen den Bau der Hochspannungsleitung durchs Remstal. Ein Gutachten soll ihre Sicht bekräftigen.

Der Bau einer neuen Hochspannungsleitung durch das Remstal sei nicht vom Tisch, auch wenn der Netzbetreiber TransnetBW die Planung der Trasse zwischen Bünzwangen im Filstal und Goldshöfe im Ostalbkreis derzeit nicht aktiv verfolge, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Rems-Murr-Kreisws. Die interkommunale Interessengemeinschaft habe ein Gutachten in Auftrag gegeben, das überprüfen soll, ob die 380 000-Volt-Leitung energiewirtschaftlich und netztechnisch auf Dauer tatsächlich notwendig ist.

Der IG gehören der Rems-Murr-Kreis, der Ostalbkreis, der Kreis Göppingen, die von der möglichen Trasse betroffenen Städte und Gemeinden sowie Bürgerinitiativen an. Die IG geht davon aus, dass die Leitung nicht erforderlich ist. Den Auftrag erhielt im Mai das Institut für Elektrizitätswirtschaft und Energieinnovation an der Technischen Universität Graz.

Anlass ist das öffentliche Konsultationsverfahren des Netzentwicklungsplans Strom 2014. Da die neue Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien entschleunigen will, hatte die TransnetBW im Dezember erklärt, dass in Baden-Württemberg nur zwei statt drei Gleichstromverbindungen vordringlich seien. Die Verbindung Bünzwangen-Goldshöfe solle erst gebaut werden, wenn der Bedarf sich auch unter den veränderten Rahmenbedingungen bestätigt hat.

Gleichwohl sind in die Berechnungen zum Netzentwicklungsplan 2014 aktuelle Erkenntnisse noch nicht eingeflossen. Grundlage der Trassenplanung ist nach wie vor das von der Bundesnetzagentur am 30. August 2013 genehmigte Szenario. Im aktuellen Netzentwicklungsplan 2014 wird die Verbindung daher immer noch als wichtige Verknüpfungsachse gesehen.

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