Winnenden/Obersontheim / JUST 650 Fach- und Führungskräfte aus ganz Deutschland sind nach Winnenden gekommen, um am 15. Karrieretag Familienunternehmen teilzunehmen. Dort präsentieren sich 50 führende Familienunternehmen.

Die Alfred Kärcher GmbH und Co.KG betreibt im Bühlertal am Rande Obersontheims drei Werke: Werk Obersontheim, Logistikzentrum Obersontheim, Werk Bühlertal. In diesen sind insgesamt mehr als 1400 Menschen beschäftigt.

Im Werk Obersontheim fertigt das Unternehmen Kehrmaschinen für Kunden aus dem Gewerbe und der Industrie, außerdem Geräte, wie sie von Kommunen verwendet werden, Reinigungsmittel und Blechteile für andere Kärcher-Werke. Im Logistikzentrum Obersontheim werden Waren zwischengelagert und zur Auslieferung bereitgehalten. Hochdruckreiniger, Dampfreiniger und Staubsauger für private Nutzer, außerdem Hochdruck- und Dampfreiniger für Gewerbe und Industrie stellt Kärcher im Werk Bühlertal her. Fachkräfte sucht Kärcher gerade auch für diese Standorte im Haller Landkreis.

"Bei Kärcher habe ich nie Stillstand erlebt, es ging immer vorwärts. Ich war erst Assistent des Geschäftsführers, dann im Bereich Sales Management International tätig und seit 2005 bin ich Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung Vertrieb Deutschland", erzählt Christian May am Rande des Familientags.

Kärcher hebe sich als Arbeitgeber vom Markt ab, so der Anspruch. "Als Familienunternehmen sind uns gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen besonders wichtig", schreibt das Unternehmen.

"Als weltweit führender Hersteller von Reinigungstechnik beruht unser Erfolg ganz wesentlich darauf, dass wir ein Familienunternehmen sind. In diesem Wort steckt für uns jedoch sehr viel mehr als die bloße Bezeichnung der Eigentümerstruktur. Wir verknüpfen damit eine ganz eigene gewachsene Firmenkultur, mit Nachhaltigkeit, Werteorientierung, langfristigem Wirtschaften und Mitarbeiterorientierung als Kernelemente", wirbt Hartmut Jenner für das Unternehmen. Der Vorsitzende der Geschäftsführung verspricht den Mitarbeitern langfristige Sicherheit mit einer Standortgarantie, außerdem setze sich Kärcher für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein.

In 10 von 14 Arbeitsplatz-Merkmalen wie eigenverantwortliches Arbeiten, flache Hierarchien und kooperativer Führungsstil seien Familienunternehmen von High Potentials besser bewertet worden als andere Betriebe, schreibt die Stiftung Familienunternehmen. Sie stützt sich auf eine Studie der TU München. "Es ist gerade die besondere regionale Verwurzelung gepaart mit einer erfolgreichen Globalisierungsstrategie, die große Familienunternehmen in Deutschland charakterisiert", erläuterte Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen. Er verweist auf Ergebnisse einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim. Demnach haben die 500 beschäftigungsstärksten Familienbetriebe ihre Belegschaft in Deutschland von 2006 bis 2012 um 11 Prozent aufgebaut, während die nicht-familiengeführten DAX-Unternehmen im gleichen Zeitraum die Inlandsbeschäftigung um 7 Prozent reduzierten.