Klimaschutz-Demos von Schülern Kommentar: Kämpft für eure Zukunft

Crailsheim / Luca Schmidt 11.02.2019
In Hall und Crailsheim sind in der vergangenen Zeit Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gegangen. Gut so, findet HT-Volontär Luca Schmidt.

Jugendliche schwänzen freitags die Schule, um für mehr Klimaschutz zu protestieren – und das ist gut so. Jahrelang galt der deutsche Nachwuchs nicht gerade als politisch interessiert. Statt Kundgebungen gab es Smartphones, statt zur Wahl zu gehen Serien auf dem Sofa, so die gängige Meinung. Jetzt haben die Schüler ein Thema gefunden, für das sie sich einsetzen, und was passiert? Lehrer, Eltern und Hobby-Pädagogen beschweren sich über Jugendliche, die die Schule schwänzen. Dabei geht es der jungen Generation nicht darum, möglichst viele Stunden zu verpassen. Es geht darum, Druck aufzubauen, um den Klimawandel zu verlangsamen und die eigene Zukunft zu sichern.

Das verstehen die Kritiker aber nicht. Sie plädieren für Streiks, die nicht während der Schulzeit veranstaltet werden. Doch zum einen würden dann weniger Teilnehmer kommen, zum anderen wäre die Aufmerksamkeit für das Anliegen der Jugendlichen geringer.

Und überhaupt, wer sind eigentlich die Kritiker? Das sind genau die Generationen, die es jahrzehntelang versäumt haben, die Treibhausgas-Emissionen zu senken und gelebt haben, als ob wir vier Planeten zur Verfügung hätten. Deshalb an alle Schüler: Kämpft für eure Zukunft. Denn, frei nach Greta Thunberg: Wenn ihr wegen des Klimawandels keine Zukunft mehr habt, braucht ihr auch nicht zur Schule gehen.

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