Wallfahrt Kälteresistent mit Gott wandern

Dieses Gruppenbild entstand noch ohne Hund: Erst nach dem Fototermin stieß Elli zur Gruppe, und dann ging die Fußwallfahrt der katholischen Kirchengemeinden Crailsheim los. Als Ziel war Großaltdorf ausgegeben. Foto: Ute Schäfer
Dieses Gruppenbild entstand noch ohne Hund: Erst nach dem Fototermin stieß Elli zur Gruppe, und dann ging die Fußwallfahrt der katholischen Kirchengemeinden Crailsheim los. Als Ziel war Großaltdorf ausgegeben. Foto: Ute Schäfer
Crailsheim / UTE SCHÄFER 25.09.2012
Die Diaspora war Thema der Fußwallfahrt der beiden katholischen Kirchengemeinden Crailsheims. Der Weg führte die Pilger in diesem Jahr von Roßfeld nach Großaltdorf. 25 Kälteresistente waren gekommen.

Matthias Schelbert steht mit einem kurzärmeligen Hemd vor der Kirche in Roßfeld. "Ich bin Optimist", sagt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats der Dreifaltigkeitskirche, denn wirklich warm ist es am Samstagnachmittag nicht. Morgens hatte es sogar noch richtig geregnet, und das war wahrscheinlich auch der Grund, warum sich nicht so viele Wallfahrer versammelt hatten wie sonst. Gut 25 sind es, die Hundedame Elli nicht mitgerechnet, die Pfarrer Thomas Hertlein an der Leine führt.

Schon seit gut 15 Jahren ist eine jährliche Fußwallfahrt Tradition in der Bonifatius- und in der Dreifaltigkeitsgemeinde. "Wir leben hier ja in der Disapora", erklärt Matthias Schelbert. "Mit der Wallfahrt besuchen wir meistens die Orte im Gemeindegebiet, die wir nicht so gut kennen."

Großaltdorf allerdings gehört nicht dazu, doch dorthin gibt es feste Beziehungen: Familie Ertl. Rainer Ertl war früher Gemeindereferent in Crailsheim, jetzt wohnt er in Großaltdorf. Er soll besucht werden.

An den Stationen der Wallfahrt wird vorgelesen

Was eine Fußwallfahrt von einer gewöhnlichen Gemeindewanderung unterscheidet, ist der spirituelle Impuls, der den Gläubigen mit auf den Weg gegeben wird. Diesmal hat sich das Organisationsteam das "Buch Tobit" ausgesucht, ein relativ unbekanntes Buch aus dem Alten Testament. "Es hat den Vorteil, dass es recht kurz ist und man es an den Stationen der Wallfahrt fast komplett lesen kann", sagt Matthias Schelbert. Dort wurde dann also berichtet, wie Tobit, der ein gottesfürchtiges Leben in der Diaspora in Ninive lebte, seinen Sohn Tobias auf eine lange Wanderung nach Medien schickte.

"Wir wandern heute auch. Und das ganz bewusst in Gemeinschaft", sagt Agnes Ertl, die mit im Organisationsteam war, als sich die Pilgergruppe in der Martinskirche in Roßfeld traf. Nach einer kurzen Besinnung geht es flotten Schritts erst einmal in Richtung Ölhaus. Mit dabei ist übrigens auch François Thamba, der seit Sonntag offiziell das Seelsorgerteam unterstützt. Er begrüßt alle fröhlich mit Handschlag. Immer weiter wird gewandert, bis zu einem Grillplatz in der Nähe von Großaltdorf, wo schon Rainer Ertl mit einer willkommenen Stärkung auf seine Gäste wartet.

Nach einer Besinnung und einer wohlverdienten kurzen Pause können dann die letzten Meter zur Großaltdorfer Kirche wohlgemut in Angriff genommen werden. Dorthin sind inzwischen auch die Gemeindemitglieder gekommen, die nicht mitwandern wollten. Gemeinsam wird dann Eucharistie gefeiert - und hinterher gemütlich im Sauracher Rössle.

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