Heilbronn Jungunternehmer erhalten Tipps bei Tagung der IHK Heilbronn-Franken

Haben über Unternehmensgründungen diskutiert (von links): Christian Stein (smartgas Mikrosensorik), Kai Plambeck (IHK Heilbronn-Franken), Sven Scheu (Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken), Lutz Haufe und Timur Lauer (fresh five premiumfood), Volker Huelsekopf (smartgas Mikrosensorik), Sigrid Rögner (venture forum neckar), Holger Morlok (Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken), Thomas Leykauf (IHK Heilbronn-Franken) und Marcel Appolt (Indeca).
Haben über Unternehmensgründungen diskutiert (von links): Christian Stein (smartgas Mikrosensorik), Kai Plambeck (IHK Heilbronn-Franken), Sven Scheu (Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken), Lutz Haufe und Timur Lauer (fresh five premiumfood), Volker Huelsekopf (smartgas Mikrosensorik), Sigrid Rögner (venture forum neckar), Holger Morlok (Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken), Thomas Leykauf (IHK Heilbronn-Franken) und Marcel Appolt (Indeca). © Foto: IHK
Heilbronn / 21.11.2014
Worauf müssen Unternehmer und Gründer achten, deren Produkt oder Dienstleistung auf einer innovativen Entwicklung basiert? Wie lässt sich die Idee schützen? Experten gaben darauf in Heilbronn Antworten.
„Die Schlüsselfaktoren für Wachstum und Beschäftigung sind neue Ideen“, sagte Thomas Leykauf, Referent der Industrie- und Handelskammer im Bereich Wirtschaftsförderung bei der Begrüßung. Rund 100 Teilnehmer fanden sich bei einer Informationsveranstaltung von der IHK und Wirtschaftsjunioren im Heilbronner Haus der Wirtschaft ein. Dies teilt die IHK mit.

Kai Plambeck, Referent Innovation bei der IHK Heilbronn-Franken, gab den Gästen einen Überblick über staatliche Fördermittel für Unternehmen. Er erklärte, dass gute Ideen oft in der Schublade liegen würden. Ein häufiger Grund sei der Mangel an finanziellen Mitteln. Dies müsse laut Plambeck aber nicht sein, da es „zu fast jedem Thema das passende Förderprogramm gibt“. Dabei betonte er, dass die Antragstellung unbedingt vor Projektanfang zu stellen sei. Plambeck ging zudem näher auf die Innovationsgutscheine des Landes Baden-Württemberg und Fördermöglichkeiten bei Patenten ein.

Im Anschluss referierte Sigrid Rögner, Geschäftsführerin des Vereins „venture forum neckar“, über Finanzierungsalternativen für innovative Start-ups. Rögner erläuterte, dass eine klassische Finanzierung über Banken bei Start-ups aus Risikogründen meist scheitere. Dort setze das Risikokapital an. „Durch einen Business Angel bekomme ich nicht nur Kapital, sondern auch Know-how", so die Geschäftsführerin. Sie gab jungen Unternehmen den Rat, sich bei der Suche nach dem Business Angel gut umzuschauen. Investoren würden „in Köpfe investieren“ und es sei umso wichtiger, diese vom eigenen Produkt überzeugen zu können.

Eine Diskussion mit Lutz Haufe und Timur Lauer von der fresh five premiumfood GmbH, Marcel Appolt von der Indeca GmbH und Volker Huelsekopf und Christian Stein von der smartgas Mikrosensorik GmbH schloss sich an die Vorträge an. Die Diskussionsteilnehmer ließen die Zuhörer an ihren Erfahrungen zum Thema Innovationen teilhaben. Anschaulich zeigten sie die Chancen, aber auch Fallstricke auf, die mit einer Unternehmensgründung verbunden sind.

Timur Lauer und Lutz Haufe erläuterten zu Beginn die Vorteile einer Gründung im Team. Lauer: „Es ist gut, wenn mehr als eine Person hinter der Idee steht.“ Dies bestätigte Haufe und schob nach: „Da ist es von Vorteil, wenn sich die individuellen Fähigkeiten im Team ergänzen.“ Auf die Frage nach Erfahrungen und Tipps bei Beratungsleistungen für Existenzgründer habe Christian Stein lobende Worte für die IHK gefunden: „Wir haben mit der IHK sehr gute Erfahrungen gemacht“. Stein und Huelsekopf hätten durch die IHK auch Zugang zu den Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken gefunden.

Auf die Frage, wie die Unternehmer neben dem Tagesgeschäft Auszeiten für neue Ideen finden und die richtige Idee auswählen, erklärte Marcel Appolt: „Bei uns wird für Entwicklungen bewusst Zeit eingeplant. Wichtig ist es, diese ausgiebig zu testen und am Ende das Team selbst über die Lösung eines Problems entscheiden zu lassen.“
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