Kindern und Jugendlichen Halt geben – das ist das Ziel der Crailsheimer Kinder- und Jugendarbeit. Ihr Zentrum ist der Jugendraum Mitte am Volksfestplatz. Hier gibt es unter anderem einen großen Aufenthaltsraum mit Küche, Kicker und Sofaecke, zwei Nebenräume und eine große Freifläche, ähnlich einer Terrasse. Allein im Januar kamen etwa 1000 junge Besucher, schreibt die Stadt Crailsheim.

Dreiköpfiges Team

Geöffnet ist der Raum werktags ab 15 Uhr. Am frühen Nachmittag sind vor allem die Jüngeren ab Klassenstufe 5 im Jugendraum Mitte anzutreffen. Am Abend zieht es dann die Älteren in die Räume am Volksfestplatz. „Wer davor Gemeinschaft oder einen Aufenthaltsraum in der Stadtmitte sucht, kann das benachbarte Jugendzentrum aufsuchen“, erklärt Katja Kliemank, die bereits seit 2008 für den Jugendraum mitverantwortlich ist. Eine Besonderheit: Der Jugendraums ist nur in den Sommerferien geschlossen, weil dann der Raum für das Ferienprogramm benötigt wird.

Kliemank zur Seite steht Sozialpädagoge Andreas Köder, der seit August 2019 nicht nur im Jugendraum tätig ist, sondern auch als Schulsozialarbeiter im Grundschulbereich der Eichendorffschule. Die Neueste im Team ist Sabrina Hofmann. Auch sie ist Sozialpädagogin und ausschließlich im Jugendraum Mitte eingesetzt.

Schwäbisch Hall

Programm neu ausgerichtet

Das Team des Jugendbüros um Leiterin Katharina Kalteiß wurde im vergangenen Jahr mit Blick auf den Ausbau der Schulsozialarbeit nach und nach vergrößert. Eine Umstrukturierung im Team habe erfordert, dass die offene Kinder- und Jugendarbeit phasenweise etwas zurückgefahren werden musste.

„Seit Januar sind wir aber wieder gut besetzt und können unsere Arbeit im Jugendraum neu ausrichten“, erzählt Katja Kliemank. Früher zeichnete sich die Arbeit durch ein wöchentliches Programm mit regelmäßigen Angeboten und Kursen aus. „Das ist im Moment nicht zielführend“, meint Andreas Köder.

Beliebt sind derzeit vor allem Sport und Bewegung. Beim monatlichen „Nightball“ in der Karlsberghalle stehen Ballspiele auf dem Plan. Auch Spiele wie Billard oder Kicker sind sehr gefragt. Wöchentlich gibt es derzeit eine neue Herausforderung, bei der kognitive oder sportliche Aufgaben gemeistert werden müssen.

Einen der Räume nutzen vor allem Mädchen zum Musikhören und Tanzen. „Wir beobachten, dass die Kinder und Jugendlichen in der Schule genug geistigen Input bekommen und sich hier bei uns eher unterhalten, chillen oder eben bewegen wollen“, schildert Kliemank.

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Tipps und Ratschläge

Die drei Fachkräfte, die den Jugendraum abwechselnd beaufsichtigen, sehen ihre Aufgabe nicht darin, neue Angebote zu machen, um ihre Schützlinge zu unterhalten. Vielmehr seien sie vor allem als Ansprechpartner gefragt. So holen sich die Kinder und Jugendlichen laut Pressemitteilung Rat, wenden sich bei Konflikten an die Mitarbeiter des Jugendraums oder finden in ihnen Personen, denen sie sich anvertrauen. Grundsätzlich gelte es, Kindern und Jugendlichen abseits von Familie, Jugendgruppen und Schule Halt zu geben.

Aber auch an konkreter Hilfe mangelt es bei Bedarf nicht. So ist das Thema schulische Unterstützung ein Dauerbrenner. Und künftig soll auch die Mädchenarbeit wieder ausgebaut werden.

Info


Der Jugendraum Mitte am Volksfestplatz hat montags bis freitags von 15 bis 20 Uhr geöffnet und an jedem letzten Samstag im Monat von 16 bis 24 Uhr (Nightball).

Kostenlos und niederschwellig


Mitarbeiter des städtischen Jugendbüros betreuen im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sechs Jugendräume im Stadtgebiet.

Offene Kinder- und Jugendarbeit bedeutet niederschwellige Einrichtungen, Projekte und Veranstaltungen. Die Angebote können kostenfrei, ohne Mitgliedschaft oder Zugangsvoraussetzungen in der Freizeit von Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Die Vorgaben des Jugendschutzes sind erfüllt. Das städtische Personal hat jedoch keine Aufsichtspflicht.