Ansbach Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg tagt in Ansbach

Die Vertreter der Mitglieder bei der Tagung der Interessengemeinschaft in Ansbach. Crailsheim war vertreten durch Oberbürgermeister Rudolf Michl (Fünfter von rechts) und Wirtschaftsförderin Verena Kurz (Zweite von rechts). Privatfoto
Die Vertreter der Mitglieder bei der Tagung der Interessengemeinschaft in Ansbach. Crailsheim war vertreten durch Oberbürgermeister Rudolf Michl (Fünfter von rechts) und Wirtschaftsförderin Verena Kurz (Zweite von rechts). Privatfoto
Ansbach / SWP 17.11.2014
Über Verbesserungen auf der IC-Strecke Stuttgart-Nürnberg haben Vertreter der Interessengemeinschaft (IG) Schienenkorridor kürzlich unter Leitung des Aalener Landrats Klaus Pavel in Ansbach beraten.

Carsharing an allen IC-Halten, ein hochwertiges Bahnhofsumfeld und eine höhere Attraktivität der IC-Verbindung für Geschäftsreisende und Touristen waren unter anderem Themen der Sitzung der Anrainer des Schienenkorridors Stuttgart-Nürnberg im Landratsamt.

Klaus Pavel, Sprecher der IG, resümierte die vielfältigen Anstrengungen der Regionen, Kreise und Kommunen für attraktive Bahnhöfe und Bahnhofsumfelder.

Eindrücklich zeigte der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig die Bedeutung des Schienennetzes und der IC-Verbindung für den an Fläche größten bayerischen Landkreis auf. Gerade Geschäftsreisende und Touristen, die die Städte und Gemeinden entlang des Schienenkorridors besuchen, würden künftig an jedem Bahnhof Carsharing-Autos nutzen können. Die Zusammenarbeit und der Austausch der Städte mit IC-Halt über das Thema Carsharing habe dazu maßgeblich beigetragen. Daher würden diese Städte weiter daran arbeiten, diese Angebote stabil zu erhalten und auszubauen.

Der Leiter der Arbeitsgruppe Marketing, Bürgermeister Dr. Joachim Bläse aus Schwäbisch Gmünd, und die Leiterin der AG Tourismus, Regina Bremm von der Arbeitsgemeinschaft "Romantisches Franken", berichteten von Projekten, die von den Kommunen und Tourismusverbänden erarbeitet wurden. Mit einem Konzept für "Bahnerlebnistage" sollen im kommenden Jahr Ausflugsvorschläge für jede Stadt mit IC-Halt zwischen Stuttgart und Nürnberg entwickelt werden. Die Frage "Wie kann das Bahnangebot für die Anreise und für Ausflüge in den Regionen genutzt werden?" solle in Zukunft noch besser in den Internetseiten und Broschüren der Tourismusgemeinschaften dargestellt werden. Hierfür werde ein Leitfaden erstellt.

Ausführlich wurde auch über die Zukunft der IC-Verbindungen diskutiert. Dirk Seidemann von der Geschäftsstelle der Interessengemeinschaft berichtete, dass Fernbusangebote auch gerade auf der Relation Stuttgart-Nürnberg eine ernst zu nehmende Konkurrenz zur Eisenbahn darstellten. Umso wichtiger sei das Ziel, mehr Fahrgäste für die Nutzung der Fernverkehrszüge zu gewinnen.

Dazu wurde vorgeschlagen, eine bessere Auslastung der Züge durch die Öffnung der IC für Nahverkehrskunden zumindest im Abschnitt Aalen-Ansbach zu erreichen, auf dem heute nur alle zwei Stunden ein Nahverkehrsangebot und eine geringe Auslastung in den Intercityzügen zu verzeichnen ist.

Wichtig für attraktive Bahnverbindungen sei auch die Verknüpfung über Stuttgart und Nürnberg hinaus, stellte Klaus Pavel fest. Dazu solle im Frühjahr 2015 eine gemeinsame Sitzung mit der Metropolregion Nürnberg stattfinden, in der auch die Verbindung in Richtung Tschechien im Mittelpunkt stehen wird.

Die Interessengemeinschaft

2013 wurde die Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg gegründet, um den Schienenpersonenfernverkehr zu fördern. Ziel der Interessengemeinschaft ist die Weiterentwicklung der IC-Verbindung zwischen Stuttgart und Nürnberg, auch vor dem Hintergrund der 2017 in Betrieb gehenden ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt, mit der die Erreichbarkeit von Mitteldeutschland und Berlin deutlich gesteigert wird.

Mitglieder der Interessengemeinschaft sind die Städte Stuttgart, Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Aalen, Ellwangen, Crailsheim, Ansbach und Nürnberg sowie der Rems-Murr-Kreis, der Ostalbkreis, der Kreis Schwäbisch Hall und der Kreis Ansbach.

SWP

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