Crailsheim Interessanter Blick hinter die Kulissen

Ilkay Ormandy, Werksleiterin des Procter-&-Gamble-Werks in Crailsheim, sprach über die immer noch vorherrschenden Vorurteile der Geschlechterrollen und macht jungen Frauen und Mädchen Mut.
Ilkay Ormandy, Werksleiterin des Procter-&-Gamble-Werks in Crailsheim, sprach über die immer noch vorherrschenden Vorurteile der Geschlechterrollen und macht jungen Frauen und Mädchen Mut. © Foto: Bild: Kerstin Dorn
Crailsheim / pm 10.11.2018
Bereits zum 14. Mal fand im Rahmen der landesweiten Frauenwirtschaftstage eine Veranstaltung im Landkreis Schwäbisch Hall statt.

Bereits zum 14. Mal fand im Rahmen der landesweiten Frauenwirtschaftstage eine Veranstaltung im Landkreis Schwäbisch Hall statt. Die Abendveranstaltung der Frauenwirtschaftstage im Landkreis findet traditionell im Wechsel zwischen Crailsheim und Schwäbisch Hall statt. In diesem Jahr war das ­Procter-&-Gamble-Werk in Crailsheim Gastgeber. Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer betonte in seiner Begrüßung die Herausforderungen, die sich durch die Digitalisierung sowohl für Unternehmen wie auch für die Arbeitnehmer ergeben und betonte auch den Wandel in der Arbeitswelt, der sich hieraus ergibt.

Ilkay Ormandy, Werksleiterin des Procter-&-Gamble-Werks in Crailsheim zeigte in ihrem sehr persönlich gehaltenen Impulsvortrag mit aktuellen Statistiken auf, wie gering der Anteil von Frauen in technischen und IT-lastigen Studiengängen und Berufen weltweit, aber auch in Deutschland noch immer ist. Ein Film von Procter & Gamble machte auf eindrucksvolle Art deutlich, wie verbreitet Vorurteile bei vielen Menschen auch bei der Geschlechterrolle noch sind. Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen IBE, ging in ihrem Vortrag auf die „Digitalisierung und die Konsequenzen jenseits der Technik“ ein. Aus ihrer Sicht sind es zurzeit insbesondere vier Megatrends, die die Arbeitswelt nachhaltig verändern: Digitalisierung, demografischer Wandel, Diversität und daraus abgeleitet, die Demokratisierung von Führung. Auch Jutta Rump betonte die Spannungsfelder, zwischen denen sich Unternehmen, Mitarbeiter und Führungskräfte bewegen müssen und die durch die Digitalisierung deutlich an Dynamik gewonnen haben. Um der Vielfältigkeit der Anforderungen gewachsen zu sein, sieht sie eine Demokratisierung der Führung, also die Verteilung von Verantwortung nach Fähigkeiten. Auch für Mitarbeiter sieht sie starke Veränderungen, die sich in immer größeren Anforderungen widerspiegeln.

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