Burgbernheim / CIS  Uhr
Der Sportartikelhersteller "Erhard Sport" aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim hat Insolvenz angemeldet. Produktion und Verkauf sollen vorerst weiterlaufen - 220 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

Grund für die Insolvenz ist ein Liquiditätsengpass, der zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt kommt. Denn der Sportartikelhersteller mit Hauptsitz in Burgbernheim befindet sich seit rund zwei Jahren in einem groß angelegten Umstrukturierungsprozess. Zudem werden Gespräche mit Investoren geführt, die aber bislang noch zu keinem Abschluss gelangten. Deshalb folgte jetzt der Gang zum Insolvenzgericht.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Gericht Rechtsanwalt Joachim Exner von der Nürnberger Kanzlei Beck & Partner. Dieser prüft derzeit die Fortführungsmöglichkeiten. Die Löhne und Gehälter der rund 220 Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld bis Ende Mai gesichert. Die nationalen und internationalen Vertriebsgesellschaften des Unternehmens sind von der Insolvenz nicht betroffen. Der Jahresumsatz des traditionsreichen Familienunternehmens lag zuletzt bei rund 27 Millionen Euro.