Die Katastrophe brach am 10. Mai 1983 gegen 9.20 Uhr über das Dorf herein: Ein auf der US-Luftwaffenbasis Hahn im Hunsrück stationiertes Kampfflugzeug vom Typ F-16 fiel nach einem missglückten Flugmanöver wie ein Stein vom Himmel.

Die zwölf Tonnen schwere Maschine streifte das Bürger- und Feuerwehrhaus in Hornberg und bohrte sich auf der anderen Straßenseite in ein Wohnhaus, dessen Bewohner erst kurz zuvor den früheren Bauernhof verlassen hatten. Wäre das Flugzeug nur wenige Meter weiter weg abgestürzt, wäre eine ganze Häuserzeile betroffen gewesen.

Pilot stirbt in den Trümmern seiner Maschine

Bei der Explosion des Abfangjägers wurde auch die Scheune des früheren Bauernhofs in Schutt und Asche gelegt. Mehrere dort gelagerte Ölfässer flogen ebenfalls in die Luft. Der Pilot, ein 28 Jahre alter Oberleutnant vom 50. Taktischen Jagdgeschwader der US-Luftwaffe, konnte sich nicht mehr mit dem Schleudersitz retten und starb in den Trümmern seiner Maschine, die im weiten Umkreis verstreut lagen.

Die Löscharbeiten der Feuerwehren aus Kirchberg/Jagst und Crailsheim wurden nicht nur durch rund 500 Schuss Bordkanonen-Munition und eine Rakete ohne Sprengkopf zu einer gefährlichen Angelegenheit: Die F-16 verfügte über einen Zusatztank mit dem hochgiftigen Stoff Hydrazin für den Nachbrenner des Flugzeuges. Wie den Feuerwehrleuten damals versichert wurde, sei der Spezialsprit bei der Explosion der Maschine verpufft, eine ursprünglich geplante Evakuierung der Hornberger Bürger wurde verworfen.

Bis heute liegt die genaue Ursache für den Absturz im Dunkeln. In einem internen Bericht der US-Luftwaffe vom 17. Mai 1983 heißt es lapidar: "In der Vorbereitungsphase zur zweiten Abfangübung streifte das verunglückte Flugzeug das Feuerwehrhaus in Hornberg, flog weiter über die Straße und schlug dort in das Untergeschoss eines doppelstöckigen Hauses ein. Das Flugzeug wurde zerstört und der Pilot getötet". In dem US-Bericht war von zwei Flugzeugen die Rede, Zeugen haben allerdings mindestens drei Maschinen beobachtet.