Crailsheim In die alte Schule kommt wieder Leben

Die Außenfassade des alten Schulhauses in Ingersheim bekommt gerade den letzten Schliff: Nachdem Dach und Holzverkleidung fertig sind, werden jetzt die Wände verputzt. Bald geht die Sanierung im Inneren weiter.
Die Außenfassade des alten Schulhauses in Ingersheim bekommt gerade den letzten Schliff: Nachdem Dach und Holzverkleidung fertig sind, werden jetzt die Wände verputzt. Bald geht die Sanierung im Inneren weiter. © Foto: Christine Hofmann
Crailsheim / Christine Hofmann 01.08.2018
Die Ganztagesbetreuung der Geschwister-Scholl-Schule will in den ersten Stock des ehemaligen Schulhauses einziehen. Zuvor müssen die Räume allerdings erneuert werden.

Die Außensanierung der alten Schule in Ingersheim ist so gut wie abgeschlossen, da geht es auch schon weiter: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, das denkmalgeschützte Gebäude nun auch innen zu sanieren. Die Räume im ersten Stock sollen renoviert werden, damit hier künftig die Ganztagesgrundschüler betreut werden können. Denn im neuen Schulhaus, der Geschwister-Scholl-Schule, gibt es dafür keinen Platz.

Die Ganztagesbetreuung der Geschwister-Scholl-Schule findet momentan nebenan im Kindergartengebäude der Kita Traumkiste statt. Doch auch im Kindergarten bahnt sich ein Platzproblem an: Spätestens zum Jahresende soll eine vierte Gruppe eingerichtet werden, deshalb müssen die Ganztagesgrundschüler nun umziehen.

Die Lösung zeichnet sich also im alten Schulhaus ab: Der erste Stock des Gebäudes steht schon seit einigen Jahren leer, unterrichtet wird dort schon lange nicht mehr. Der Nachteil ist allerdings, dass die Räume zunächst saniert werden müssen.

Doch mit Schönheitsreparaturen wie frischer Farbe für die Wände ist es nicht getan. Es müssen Wasserleitungen, die Elektrik und die Toiletten erneuert werden. Außerdem muss der Bodenbelag ausgetauscht werden. Die Kosten schätzt die Stadtverwaltung auf 70.000 Euro.

Für die Sanierung der Außenhülle des Gebäudes waren 280.000 Euro veranschlagt. Benötigt werden voraussichtlich lediglich 237.000 Euro. Die eingesparten 43.000 Euro sollen in die Innensanierung fließen. Die Restkosten in Höhe von 27.000 Euro werden über Mehreinnahmen der Grundsteuer finanziert.

„Warum müssen wir das alte Schulhaus eigentlich schon wieder sanieren? Das haben wir doch erst vor zehn, 15 Jahren gemacht“, fragte Stadtrat Jochen Lehner (AWV). Und Stadtrat Sebastian Klunker (AWV) schlug vor, die Ganztagesbetreuung im Erdgeschoss des alten Schulhauses unterzubringen, das momentan von den Landfrauen genutzt wird. So könne man sich die teure Innensanierung sparen.

Kindergarten erweitern

Diskussionen gab es vor allem über die geplante Kindergarten­erweiterung. „Wir sind mit dem Ausbau der Räume für die Ganztagesbetreuung einverstanden, finden aber die Einrichtung einer vierten Gruppe im Kindergarten nicht zielführend“, sagte Charlotte Rehbach (Grüne). Im Stadtteil Ingersheim reichten die Betreuungsplätze grundsätzlich aus. Sie würden vielmehr in der Innenstadt benötigt und es sei den Eltern nicht zuzumuten, nach Ingersheim zu fahren. Rehbach: „Wie stehen die Bemühungen, im Christuskindergarten eine zweite Gruppe einzurichten? Das ist doch finanziell sicher zu machen.“

Diesen Vorschlag befand auch Stadtrat Peter Gansky (BLC) für gut: „Der Kindergarten in der Christuskirche hat eine Bushaltestelle vor der Tür, es gibt Platz für eine weitere Gruppe und er ist innenstadtnah. Man muss nur möblieren, schon haben wir eine weitere Gruppe.“

Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer betonte, dass es eine Herausforderung sei, in der Innenstadt Räume für die Kinderbetreuung zu finden. „Es ist ungenommen, dass wir manchmal eine andere räumliche Verteilung brauchen“, sagte er. Es sei nicht nur schwierig, geeignete Räume zu finden, sondern auch, eine Bedarfsplanung zu machen.

Der Gemeinderat hat die Innensanierung der alten Schule am Ende mehrheitlich beschlossen.

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