IHK IHK-Vollversammlung: An die Urnen, fertig, los

Die Vollversammlung entscheidet unter anderem über den IHK-Wirtschaftsplan und die Höhe der Beiträge. Foto: Renk
Die Vollversammlung entscheidet unter anderem über den IHK-Wirtschaftsplan und die Höhe der Beiträge. Foto: Renk
Region / STEPHANIE RENK 07.09.2012
Von Dienstag, 11. September, bis Mittwoch, 1. Oktober, findet die Wahl zur Vollversammlung statt. Manfred Wittenstein wäre bereit, die Nachfolge von IHK-Präsident Thomas Philippiak anzutreten.

Die IHK-Vollversammlung ist das Parlament der regionalen Wirtschaft und wird alle fünf Jahre neu gewählt. In der Vollversammlung wird darüber entschieden, mit welchen Themen sich die IHK beschäftigt und wie die Interessen der regionalen Wirtschaft gegenüber Politik und Gesellschaft vertreten werden. Wichtige aktuelle Themen sind zum Beispiel die Fachkräftesicherung und die Versorgungssicherheit mit bezahlbarer Energie.

Die Vollversammlung entscheidet auch über den IHK-Wirtschaftsplan und die Höhe der Beiträge. "Die bisherige Anzahl der direkt zu besetzenden Sitze für den Landkreis Schwäbisch Hall entspricht nicht mehr der gewachsenen wirtschaftlichen Bedeutung dieser Region", sagt Elke Schweig, IHK-Hauptgeschäftsführerin. Daher hat die noch amtierende Vollversammlung beschlossen, die Anzahl dieser Sitze für die nächste Legislaturperiode 2013 bis 2017 zu erhöhen. Es sei kein Problem gewesen, mehr Kandidaten für den Landkreis Schwäbisch Hall zu finden.

"Von den vielfältigen Möglichkeiten, die Arbeit der IHK durch die Mitarbeit in der Vollversammlung aktiv mitzugestalten, mussten wir die Kandidaten nicht erst überzeugen - dies war allen Interessenten bekannt", erläutert Schweig. Bedenken habe es vielmehr zu der Frage, ob sich eine solche Mitarbeit auch mit den individuellen Belastungen des beruflichen Alltags vereinbaren lässt, gegeben. "Wir freuen uns, dass sich trotz dieser Zusatzbelastung so viele qualifizierte Unternehmer aktiv in der Vollversammlung engagieren möchten." Insgesamt gibt es diesmal 83 Bewerbungen um einen der 42 Sitze in der IHK-Vollversammlung. Das ist eine erhebliche Steigerung, denn vor fünf Jahren waren es nur 71 Kandidaten.

Im Landkreis Schwäbisch Hall haben sich diesmal 14 Kandidaten beworben, im Vergleich zu zwölf Personen bei der letzten Wahl im Jahr 2007. "Dies ist eine positive Entwicklung und zeigt den gewachsenen Stellenwert, der einer Mitarbeit im wichtigsten Selbstverwaltungsgremium der regionalen Wirtschaft beigemessen wird", freut sich die IHK-Hauptgeschäftsführerin.

Nicht mehr zur Wahl stellen wird sich der bisherige IHK-Präsident Thomas Philippiak. Laut SWR-Studio Heilbronn wäre Unternehmer Manfred Wittenstein bereit, dieses Amt zu übernehmen, sofern er gewählt werden würde. Um möglichst viele Mitglieder zur Teilnahme an der Wahl zu motivieren, hat die IHK werbliche Maßnahmen ergriffen. Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt das Mandat der Vollversammlung. Auf die Frage, ob diese Offensive sich mit den neuerdings nichtöffentlichen Sitzungen der Vollversammlung vereinbaren lasse, sagte Schweig: "Die Durchführung der Sitzungen ohne Beteiligung der Medien war ein Wunsch der Vollversammlung. Die Mitglieder möchten offen und kontrovers diskutieren, ohne dass alles am nächsten Tag gleich "in der Presse" steht."

Laut Schweig habe sich die Diskussionskultur in der Vollversammlung in der Tat deutlich verändert - diese sei offener und konstruktiver geworden: "Wir bekommen dies von vielen Mitgliedern gespiegelt."

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