Gegen 11.15 Uhr wurde Alarm ausgelöst, und schnell ist die Feuerwehr am Brandort. Das Szenario erinnert an einen Großeinsatz: Auf der Wiese vor der Lagerhalle stehen mehrere Feuerwehrfahrzeuge, die Blaulichter blinken. Brandgeruch liegt in der Luft, Qualm steigt in den Himmel.

„Als wir ankamen, stand der Hühnerstall im Vollbrand“, erklärt der Leiter der Bad Mergentheimer Feuerwehr, Andreas Geyer, der TZ. „Wir hatten das Feuer schnell unter Kontrolle und gelöscht“, ein Übergreifen auf die Lagerhalle konnte weitgehend verhindert werden, nur ein Tel des Daches wird in Mitleidenschaft gezogen. Schwierig gestaltet sich die Wasserversorgung, denn an der Brandstelle gibt es keine Wasserleitung. „Wir mussten eine rund 500 Meter lange Schlauchleitung legen“, erklärt Geyer, während der Lautsprecher des Funkgerätes beständig krächzt. Der eifrige Funkverkehr ist nötig, weil der Mann an der Wasserentnahmestelle sowie die Atemschutzgeräteträger Meldungen empfangen und durchgeben.

Das Feuer ist schnell gelöscht, doch schweißtreibend ist der Einsatz dennoch. Mit Atemschutzgeräten gehen die Männer zum Brandherd vor; immer wieder richten sie ihre Strahlrohre auf glimmende Brandnester. Auch ein einige Meter entfernt stehender durch Funkenflug entzündeter Baum bekommt eine Dusche, schnell sind die Flammen erloschen. Nach Polizeiangaben beläuft sich der Sachschaden auf etwa 40 000 Euro.

Für die Feuerwehr ist der Einsatz zeit- und personalaufwändig. „Es wird wohl noch bis in den Nachmittag dauern“, verweist Geyer auf die anstehenden Nachlösch- und Aufräumarbeiten. Für den Fall des Falles sind Markelsheimer Feuerwehrleute in die Mergentheimer Wache beordert worden.

Die Abteilung Stadt ist mit sechs Fahrzeugen – inklusive Drehleiter – und 25 Mann zum Brandort geeilt. Auch das Deutsche Rote Kreuz hat einen Rettungswagen geschickt. Die drei Sanitäter beobachten die Löscharbeiten, eingreifen müssen sie nicht – im Lager und im Hühnerstall waren keine Menschen, als das Feuer ausbrach. So bleiben die Sanis zur Sicherheit vor Ort – sollte einem Feuerwehrmann etwas passieren, sind sie gleich zur Stelle.

Derweil beobachten mehr und mehr Schaulustige das Geschehen. Für die Feuerwehr gibt es Lob. „Sie waren schnell da, das läuft professionell“, sagt ein Passant.