Holz ist nicht gleich Holz

ELS 14.02.2013

Es gibt verschiedene Arten, an Brennholz zu kommen. Die simpelste, aber auch teuerste Variante ist die, sich etwa im Baumarkt ofenfertig einzudecken. Hier werden meist "Schüttmeter" angeboten. Das heißt, in eine ein Kubikmeter große Box wird Holz geschüttet - ergibt in der Regel etwa 0,4 Kubikmeter Holzmasse. Aus privaten Wäldern kann man "Schichtholz" kaufen - in der Summe rund 0,7 Kubikmeter. Die Forstämter verkaufen vorsortiertes "Brennholz lang" in Festmetern. Ein "Flächenlos" (auch Reisschlag genannt), das gekauft oder ersteigert werden kann, ist eine markierte Stelle im Forst, von der alles Holz abtransportiert werden darf. Gefahr: Oft ist dann auch minderwertiges Material fort, das indes für die Mikrobiologie des Waldes enorm wichtig ist. Am Rande: Ungefähr 50 Prozent des geschlagenen Brennholzes wird statistisch nicht erfasst, weil es von privaten Kleinbetrieben stammt. Der nachwachsende Rohstoff Holz gilt als CO2-neutral. Als "Erfinder" der Nachhaltigkeit gilt Hans Carl von Carlowitz (1645 - 1714), der ein Jahr vor seinem Tod sein Werk "Sylvicultura oeconomica" veröffentlichte. Darin vertrat er erstmals die These, dass man dem Wald nicht mehr entnehmen soll als pro Jahr nachwächst.