Öhringen Hohe Defizite beim Hohenloher Krankenhaus

Öhringen / BG 24.11.2014

Obwohl das Hohenloher Krankenhaus (HK) immer mehr Patienten hat, kommt die Klinik nicht aus den Miesen: Die Klinik mit ihren Standorten in Künzelsau und Öhringen ist dort angekommen, wo viele andere Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung schon vor Jahren waren: in den roten Zahlen. Seit 2011 schreibt die Klinik Verluste, mittlerweile im Bereich von zwei Millionen Euro. 1,8 Millionen Euro Miese waren es 2013, 2014 erwartet HK-Geschäftsführer Dr. Andor Toth eine weitere leichte Steigerung. Die Ausgaben fürs Krankenhaus steigen, die Einnahmen tun es nicht, zumindest nicht im nötigen Maß. Jedes Jahr wächst das Minus so um rund 800 000 Euro, etwa zwei Prozent des Klinikumsatzes. Ohne einen Wechsel des politischen Kurses im Gesundheitswesen lasse sich das auch nicht ändern, sagt der Geschäftsführer. Zudem kommen die beiden Kliniken in die Jahre. Die Bausubstanz aus den 70er-Jahren bedarf einer Grundsanierung. Auch Landrat Dr. Matthias Neth sieht die Situation für Krankenhäuser im ländlichen Raum als "unglaublich schwierig" an.

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