Künzelsau Hoffnungsträger für die Klinik

Mit einem Gläschen Wein stoßen HK-Geschäftsführer Andor Toth (links), Kreisärzteschaftsvertreterin Elisabeth Schrödter und Landrat Matthias Neth (rechts) mit dem neuen Inneren-Chef Michael Ackermann auf gute Zusammenarbeit an.
Mit einem Gläschen Wein stoßen HK-Geschäftsführer Andor Toth (links), Kreisärzteschaftsvertreterin Elisabeth Schrödter und Landrat Matthias Neth (rechts) mit dem neuen Inneren-Chef Michael Ackermann auf gute Zusammenarbeit an. © Foto: Griesinger
Künzelsau / BARBARA GRIESINGER 12.05.2015
Es ist eine Umstellung für den neuen Chefarzt der Inneren Abteilung am Krankenhaus in Künzelsau: Nach 20 Jahren am großen SLK-Klinikum in Heilbronn arbeitet er künftig im kleinen Hohenloher Krankenhaus.

Dr. Michael Ackermann ist von der Offenheit und Herzlichkeit des Empfangs an seiner neuen Wirkungsstätte sehr angetan, er freut sich auf die neue Herausforderung und hat bereits vor der Einsetzungsfeier erste Kontakte geknüpft. Nicht nur mit seinem neuen Mitarbeiterteam, sondern auch mit den niedergelassenen Ärzten. Das kommt gut an, genauso wie seine kurze, unprätentiöse und sympathische Einführungsrede, in der er vor allem eins unterstreicht: Seinen Wunsch nach guter und enger Zusammenarbeit, "damit die Patienten in Künzelsau und Umgebung unser Krankenhaus als ihr Krankenhaus wahrnehmen, in dem sie in Zusammenarbeit mit großen Kliniken gut aufgehoben sind".

Nicht nur für Landrat Dr. Matthias Neth ist der neue Inneren-Chef ein Hoffnungsträger und "absoluter Volltreffer" für das Hohenloher Krankenhaus, dessen Künzelsauer Klinikstandort ganz besonders unter der defizitären Lage der Klinik leidet und über dessen Zukunft sich die Bevölkerung zunehmend mehr Sorgen macht. Die Besetzung der seit Anfang des Jahres vakanten Chefarztstelle möchte Neth deshalb auch als Zeichen verstanden wissen, "mit der wir die Fragen und Unsicherheiten in der Bevölkerung klar beantworten". Zugleich sei der Wechsel von Dr. Ackermann von Heilbronn nach Künzelsau auch ein "Zeichen aus Heilbronn, dass das Konstrukt der Regionalen Gesundheitsholding mit Leben gefüllt werden soll". Sowohl SLK-Geschäftsführer Dr. Thomas Jendges als auch Professor Dr. Marcus Hennersdorf, Direktor der Medizinischen Klinik I an der Klinik am Gesundbrunnen, hätten den Wechsel von Ackermann ans Hohenloher Krankenhaus unterstützt. Nun hofft der Landrat, dass der Internist mit Schwerpunkt Kardiologie "zu einem Magnet für unsere Patienten" werde. Er hat die Zusatzbezeichnung Kardio-MRT inklusive Weiterbildungsbefugnis und auch über die Gesundheitsholding hinaus einen guten Ruf.

Dass das Team der Inneren Abteilung mit dem erfahrenen Mediziner einen fachlich kompetenten und führungsstarken Ansprechpartner bekomme, freut auch HK-Geschäftsführer Dr. Andor Toth. Er sieht in Ackermann "einen der Bausteine", aus denen sich das Zukunftskonzept des Krankenhauses zusammensetzt, an dem derzeit gearbeitet wird. Dass das Hohenloher Krankenhaus seit Jahresbeginn voll belegt ist, wertet er dabei als gutes Zeichen und nutzt die Gelegenheit zu ganz besonderem Mitarbeiterlob.

"Lebenslänglich ist in diesem Fall keine Strafe", findet Dr. Elisabeth Schrödter, Vorsitzende der Künzelsauer Kreisärzteschaft, und hofft nicht nur auf gute, sondern auch auf eine lange Zusammenarbeit mit dem neuen Inneren-Chef in Künzelsau. Dabei liegt der Künzelsauer Hausärztin eine gut strukturierte und verlässliche Basisversorgung für die Hohenloher besonders am Herzen. "Ich finde gut schon gut genug, ganz ohne Exzellenzmedizin und Leuchttürme", betont sie. Auch für eine solche Basisversorgung brauche es viel Expertenwissen, Technik und wirtschaftliches Gespür.

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