Gschwend Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gschwend

WERNER SCHMIDT 09.03.2015
Der Digitalfunk lässt in Gschwend weiter auf sich warten, das neue Löschfahrzeug aber nicht - Kreisbrandmeister Otto Feil überbrachte die Nachricht bei der Hauptversammlung der Feuerwehr.

Es gab die gute und die schlechte Nachricht von Kreisbrandmeister Otto Feil für die Gschwender Feuerwehr. Die schlechte zuerst: Mit dem Digitalfunk wird es dieses Jahr noch nichts. Die gute ist: Die Floriansjünger dürfen sich auf ein neues Löschfahrzeug freuen.

Während der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr am vergangenen Freitagabend verkündete Feil die frohe Kunde. Zwar habe er 31 Anträge mit einem Gesamtvolumen von etwa 1,5 Millionen Euro für Neubeschaffungen auf den Tisch. Aber er werde vermutlich nur maximal 750 000 Euro zur Verfügung haben, um sie als Fördermittel zu verteilen: "Ich habe das Löschfahrzeug für Gschwend auf Platz drei gesetzt. Da kann wahrscheinlich nix schief gehen", erklärte er den rund 120 Anwesenden in der Frickenhofer Gemeindehalle.

Was den Digitalfunk angehe, da fehle noch der "letzte Stecker", um ihn auch nutzen zu können. Die Infrastruktur für die Rettungsdienste sei durchaus vorhanden. Er rechnet damit, dass im nächsten Jahr auf Digitalfunk umgestellt werden könne. Allerdings werde es keine Alarmierungen über die digitale Technik geben. Dafür sei sie zu schwach ausgelegt: "Technisch ist es zwar möglich, aber derzeit stehen wir damit schlechter da als mit dem alten System."

Zuvor hatte Gschwends Feuerwehrkommandant Joachim Hauenstein einen ausführlichen Jahresbericht vorgestellt: 20 Mal musste die Wehr ausrücken und besonders häufig im Herbst und im Winter. Das Sturmtief "Gonzola" hatte im Oktober mehrere Bäume umgestürzt. Ebenso war es im Dezember, als Bäume wegen der schweren Schneelast nachgaben.

Ein Einsatz im November offenbarte auch Schwächen im System: Als die Retter aus Altersberg gegen 23.40 Uhr am 16. November zum Brandhof 2 gerufen wurden, fand sich dort niemand, dem geholfen werden musste. Erst mit der Leitstelle ließ sich klären, dass es bei Obergröningen ebenfalls einen Brandhof 2 gibt, der aber erst angezeigt werde, wenn zusätzlich Obergröningen eingegeben werde. Das Problem sei erkannt und gebannt worden, so Hauenstein.

Für das Notfallteam malte Jörg Assenheimer ein düsteres Bild. Die Zahl der Einsätze steige - auf nunmehr 209. "Damit haben wir nicht gerechnet", sagte Assenheimer. 2004 habe man mit grade mal 36 Einsätzen begonnen. Schon jetzt zeichne sich für das laufende Jahr wieder eine steigende Tendenz ab. Die Mehrzahl der Notfälle ereigne sich übrigens im häuslichen Bereich: "Wir sind froh, dass wir personell aufstocken konnten."