Nach 13 Bundesliga-Spielen sind die Hakro Merlins Crailsheim in der Tabelle auf Platz 5 zu finden – punktgleich mit dem neunfachen deutschen Meister und amtierenden deutschen Pokalsieger Brose Bamberg, der einen Rang dahinter folgt. Wer diese Konstellation vor der Saison bei entsprechendem Wetteinsatz bei Buchmachern getippt hat, dürfte jetzt ein reicher Mann sein. Beide Mannschaften haben acht Siege und fünf Niederlagen auf dem Konto. Am Samstagabend stehen sich Crailsheim und Bamberg in der Arena Hohenlohe in Ilshofen gegenüber. Und die Favoritenrolle ist erstmals nicht mehr so klar verteilt wie noch in den Jahren zuvor. Sechsmal duellierten sich die Zauberer und die Domstädter bislang in der Bundesliga, sechsmal hieß der Sieger Bamberg.

Eine ihrer fünf Niederlagen in dieser Saison haben die Gäste gegen Ulm (78:81) kassiert, gegen das Crailsheim am Sonntag 91:79 gewonnen hat. Auffallend ist: Bamberg hat immer nur knappe Niederlagen kassiert: 74:78 gegen Berlin, 69:72 gegen Würzburg, 68:71 in Oldenburg und zuletzt 76:82 gegen Bayern München.

„Physisches und diszipliniertes Half-Court-Team – so würde ich Bamberg beschreiben. Sie haben Länge und Athletik auf der Guard-Position, und ihre großen Spieler sind harte Arbeiter. Es ist eine gute Kombination und daher nicht überraschend, dass sie defensiv und beim Rebound so gut sind“, sagt Merlins-Coach Tuomas Iisalo. Neben dem verletzten Dejan Kovacevic muss er auch auf Maurice Stuckey verzichten. Dieser wechselte während der Saison von Bamberg nach Crailsheim und wird gegen seinen früheren Klub nicht zum Einsatz kommen: Beide Teams haben vertraglich vereinbart, dass Stuckey im ersten Aufeinandertreffen beider Klubs nicht spielen wird.

Info Hakro Merlins Crailsheim – Brose Bamberg, Samstag, 20.30 Uhr