Gschwend Gschwender Musikverein spielt spirituelle Klänge in der evangelischen Kirche

Der Musikverein Gschwend spielte am vergangenen Wochenende ein Konzert in der evangelischen Kirche. Das begeisterte Publikum honorierte den Auftritt mit Standing Ovations.
Der Musikverein Gschwend spielte am vergangenen Wochenende ein Konzert in der evangelischen Kirche. Das begeisterte Publikum honorierte den Auftritt mit Standing Ovations. © Foto: Theresa Reisacher
Gschwend / THERESA REISACHER 04.11.2014
Für den Musikverein aus Gschwend gab es am Samstag Standing Ovations. Das Konzert war das erste in der evangelischen Kirche seit Bestehen des über 100 Jahre alten Vereins.

Der Musikverein Gschwend spielte am Samstag ein Konzert in der evangelischen Kirche, das mit viel Beifall belohnt wurde.

Einen imposanten Einstieg bot das Stück "Trumpet Tune and Air" von Henry Purcell. Purcell war Organist der Westminster Abbey von 1659-1695. Pfarrer Baumann begrüßte die Zuhörer zum ersten Kirchenkonzert nach über 100-jährigem Bestehen des Musikvereins. Es folgte "Pachelbels Canon", untermalt mit einem Trompetensolo von Uwe Schaaf. Johann Sebastian Bachs bekanntester Choral "Jesus bleibet meine Freude" setzt sich aus verschiedenen Choralsätzen zusammen, welche die Musiker gut zur Geltung zu bringen wussten. Ein solches Stück, erklärte Dirigent Frieder Geiger, nennt man Kantate. Während einer musikalische Pause bezog sich Pfarrer Baumann in seiner Lesung auf den Reformationstag und Martin Luther. Luther spielte nicht nur in der Kirche eine wichtige Rolle, er sei auch ein leidenschaftlicher Musiker gewesen.

Die darauffolgenden Stücke wurden nicht vom gesamten Orchester, sondern von verschiedenen Ensembles vorgetragen. Zuerst spielten die Posaunen die erste der drei "Equale" von Beethoven. Anschließend begeisterten die Holzbläser mit Händels "Sarabande in d-Moll". Zum Abschluss spielten noch einmal die Posaunen eine "Sonata" von Daniel Speer.

Das ruhige und getragene Wiegenlied "Suo Gan" aus Wales verzauberte die Zuhörer und ließ sie von weiten Wiesen und einer frischen Brise Wind träumen. Als Kontrast dazu gab es die "Spiritual Contras" zu hören. Sie erzählen von der Zeit der Sklaverei in Afrika. Die Sklaven steckten ihre Gefühle und Erfahrungen der Befreiung in ihre Lieder. Heraus kamen klangvolle und rhythmische Lieder wie "He's got the whole world in his hands". Die zwei Soli der Trompeter Uwe Schaaf und Dieter Grau zur Melodie von Ted Huggens "Dona Nobis Pacem", das, so Frieder Geiger, in fast jedem Liederbuch zu finden ist, hallten durch die gesamte Kirche und gaben dem Stück eine anmutige Note. Der Musikverein verabschiedete sich mit dem Lob- und Danklied "Lobe den Herren" von Michel van Delft.

Die Zuhörer waren überwältigt vom Konzert und bedankten sich mit Standing Ovations. Als Zugabe folgte das traditionelle Volkslied "Kein schöner Land".

Pfarrer Baumann beendete die Stunde der Kirchenmusik mit einem Gebet und dem Vaterunser.

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