Übung Gschwender Feuerwehrleute trainierten in der ENBW-Brandübungsanlage

Gschwend / KARL-HEINZ RÜCKERT 18.09.2012
Es gibt viele Möglichkeiten für Feuerwehrleute, sich auf brandgefährliche Situationen vorzubereiten - etwa die Brandübungsanlage des Energieversorgers ENBW, die kürzlich in Gschwend im Einsatz war.

Näher an der Realität geht es fast nicht mehr: Dieser Tage war beim Sportplatz in Gschwend die Brandübungsanlage der ENBW aufgestellt. Gelegenheit für die Atemschutzträger der Gschwender Wehr sich unter sehr realitätsnahen Bedingungen mit möglichen Einsatzszenarien vertraut zu machen.

Rund um die mobile Anlage herrschte an den Abenden und am Wochenende reges Treiben. Auch die freiwilligen Feuerwehren aus Kirchenkirnberg, Murrhardt, Spraitbach und Eschach nutzten diese Übungsmöglichkeit. Mit dem Trainingsangebot will die ENBW einen Beitrag zur gezielten Ausbildung in den Feuerwehren leisten. Der Energieversorger sieht sich dabei als Strom- und Gasnetzbetreiber in einer besonderen Verantwortung.

Einen weiteren positiven Effekt gewann Joachim Hauenstein, Kommandant der Gschwender Feuerwehr, dieser mobilen Brandübungsmöglichkeit ab: "In den Wehren rücken viele jüngere Leute nach, die vermehrt auch Atemschutzlehrgänge absolvieren. Ihnen bietet die Brandsimulationsanlage realitätsnahe Szenarien verschiedener Brände."

In der gerade mal 20 Quadratmeter großen Anlage können Zimmer-, Treppen- und Verteilerkastenbrände bis hin zum Gasleitungsbrand nachgestellt werden. Auch Rauchgasdurchzündungen, die gefürchteten "Flash over", lassen sich erzeugen - mit bis zu 600 Grad. Hier müssen die Feuerwehrleute die Übungssituation in Dunkelheit und Enge mit Atemschutzgerät auf dem Rücken bewältigen.

Immer wieder drangen Rauchschwaden und Wasser ins Freie, wenn die Atemschutzträger in die Anlage eingedrungen waren. Von außen betrachtet entstand der Eindruck eines "echten" Brandes. Doch die beherzten Wehrmänner bereiteten dem Spuk bei jedem Durchgang ein rasches Ende, und aus den Funkgeräten quäkte es: "Feuer gelöscht!"