Gschwend Gschwend investiert in Kanäle

Im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt Frickenhofen wurden 2010 ausgediente Wasserleitungen ersetzt. Archivfoto: ka
Im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt Frickenhofen wurden 2010 ausgediente Wasserleitungen ersetzt. Archivfoto: ka
Gschwend / KARENA HÄFNER 22.11.2014
In seiner Novembersitzung traf der Gemeinderat Gschwend finanzielle Entscheidungen für die kommenden Jahre: Investiert werden soll in die Kanalsanierung. Für den Etat 2015 sind 250 000 Euro im Gespräch.

Die Gemeinde Gschwend hatte das Ingenieurbüro LK+P aus Mutlangen damit beauftragt, die Schadenslage ihrer unterirdischen Kanäle zu ermitteln, sowie erste Kostenschätzungen für eine Sanierung zu machen. LK+P-Geschäftsleiter Stefan Kalmus stellte in der jüngsten Ratssitzung ein Konzept zur Kanal-Innensanierung vor. Hierzu hatte er Daten von Kanal-TV-Befahrungen von 1990 bis 2013 zusammengestellt. Ergebnis: Für das gesamte Kanalnetz von 60 Kilometern Länge kämen Sanierungskosten von 1,95 Millionen Euro zusammen. "Das ist sehr viel, aber beim Kanal-Neubau rechnen wir mit 2000 Euro pro Meter, zumal es nicht nur um die Kanalrohre geht, sondern auch Kosten für den gesamten Straßenbau einzurechnen sind."Gravierende Schäden auf rund 33 bis 36 Prozent der Strecken weisen die Kanäle in Horlachen, Mittelbronn und Honkling aus. Diese seien kurzfristig zu sanieren, so Kalmus. Schadensfrei sind hingegen die 4100 Kanalmeter in Rotenhar. Der Gemeinderat beschloss aufgrund der 2013 festgestellten Schäden im Bereich Nord-Ost der Gemeinde, im nächsten Jahr den Schwerpunkt der Kanalsanierung zu legen. Die Sanierung soll auch in den nächsten Jahren vorangetrieben werden. Zur Finanzierung will man den Haushaltsrest aus 2013 in Höhe von 168 000 Euro sowie den möglichen Haushaltsrest aus 2014 in Höhe von 25 000 Euro verwenden, und im Haushalt für 2015 schon 250 000 Euro für die Kanalsanierung einplanen. Ab 2016 will der Gemeinderat jährlich 250 000 Euro für die Kanalsanierung einplanen.

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