Crailsheim Groove, Tanz und sängerische Hingabe

Sängerinnen des kleinen Chors erfreuten die Besucher in der Festhalle in Tiefenbach mit afrikanischen Liedern.
Sängerinnen des kleinen Chors erfreuten die Besucher in der Festhalle in Tiefenbach mit afrikanischen Liedern. © Foto: Ralf Snurawa
Crailsheim / Ralf Snurawa 09.07.2018
Internationale Klänge gab es beim Schuljahres-Abschlusskonzert des Albert-Schweitzer-Gymnasiums.

Ein Querschnitt aus der musikalischen Arbeit sei das, was es an diesem Abend zu hören gebe, sagte Musiklehrerin Corinna Just zu Beginn des Schuljahres-Abschlusskonzerts des Albert-Schweitzer-Gymnasiums: „Es ist nicht alles perfekt, sondern so, wie es ist.“ Ein wenig sei dieses Sommerkonzert vor allem mit Blick auf die Abiturienten auch ein Abschlusskonzert.

Ganz international klang es am Donnerstagabend in der Sport- und Festhalle von Tiefenbach. Unter der Leitung von Musiklehrer Tobias Wolber eröffneten die Bigband-Minis mit Ed Sheerans „Shape Of You“ den Abend, stimmungsvoll von den Saxofonen über die Trompeten, Flöten und das E-Piano bis zur Cajon.

Kleine Tanzeinlage

Mit einer Intrada aus dem 17. Jahrhundert folgte die Gesangsklasse 5a: instrumentale Musik vokal schön dargeboten, und ein wenig von Patrick Otto auf dem E-Piano bei den gelungenen Akzentsetzungen unterstützt. „La cucaracha“ lud zum Mitsingen ein, „Un poquito cantas“ mit kleiner Tanzeinlage zum Mitklatschen.

Nicht minder mitreißend klang es danach mit dem kleinen Chor, unter der Leitung von Kerstin Dittmann, zu Liedern aus Afrika. Wechselgesänge waren zu „Banuwa“ zu hören, solistische Einlagen zu „Jambo Bwana“. An das Thema Afrika knüpfte das Sing-Along-Projekt mit seiner Dirigentin Corinna Just mit Bertrand Grögers „African Call“ an.

Ursprünglich sei das Vokalensemble aus der Not heraus geboren worden, meinte Corinna Just: „Die Freude am Singen steht im Vordergrund.“ Dann wollten aber einige erfahrenere Chorsängerinnen das Repertoire erweitern, und man habe neben Rock- und Popsongs auch klassische Stücke mit ins Programm einbezogen. Am Donnerstag waren das zwei Stücke aus der „Spanischen Suite“ von Emil Cossetto. Zu Kastagnettenklängen stellten die Sänger die tänzerischen Einschläge zu „Rosinyol (Catalunya)“ und „El Vito (Andalucia)“ mit Leidenschaft heraus.

Solistische Momente folgten mit drei Popsongs. Hanna Dollinger, Ronja Veit und Fiona Würth nahmen sich „Don‘t Stop Believin‘“ der Band „Journey“ vor. Groove wurde zu Bill Withers‘ „Lean On Me“ mit Amelie Hahn als Solistin entfaltet. Tänzerisches Können wurde vom Sing-Along-Projektchor neben den Sologesängen von Hanna Dollinger und Amelie Hahn mit Rabih Lahouds „Don‘t Give Me Up“ abverlangt – was sehr gekonnt umgesetzt wurde.

Das Publikum wurde bei weiteren Liedern einbezogen: „Die Gedanken sind frei“ war mit Hingabe zu vernehmen, ebenso „Kein schöner Land in dieser Zeit“. Auch zum dreistimmigen Kanon „Abendstille überall“ wurde begeistert mitgesungen.

Daneben konnten die Zuhörer instrumentale Zwischentöne hören. Das von Daniela Mang geleitete Orchester des Albert-Schweitzer-Gymnasiums verlieh Gerry Goffins und Carole Kings „The Loco-Motion“ Drive. Einfühlsam und mit schön getroffenem Erzählton folgte Enyas „Only Time“.

Bill Haley zum Schluss

Noch umfangreicher war der Bigbandteil mit Bandleader Tobias Wolber. Henry Mancinis „Peter Gunn“ ging in die Beine. Posaunen, Saxofone und Trompeten intonierten wunderbar „Besame mucho“. Mehr Latin Jazz folgte mit „Smooth“ und einem Alt-
saxofonchorus von Johanna Andrejew. Lilli Drenzeck fügte sich mit ihrem Jazzgesang zu „Ain‘t No Mountain High Enough“ schön in den Bigband-Sound ein. Und am Ende gab‘s noch mehr Groove mit dem durch Bruno Mars bekannt gewordenen „Uptown Funk“. Und nach dem begeisterten Schlussbeifall ließ die Bigband Bill Haleys „Rock Around The Clock“ als Zugabe folgen.

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