Mit Promis auf der Bühne stehen, Applaus von mehreren Tausend Leuten bekommen oder im Fernsehen auftreten – was für viele nach einem naiven Kindheitstraum klingt, ist für Teresa Geiger Realität. Die 22-Jährige tanzte schon Background bei einem Live-Konzert von Madcon, wirkte beim Video-Dreh der Fitness-DVD „Tanz dich fit!“ mit und ist am Samstag, 26. Oktober, im ZDF bei der „Gottschalk Show“ zu sehen.

„In meinem Leben dreht sich alles ums Tanzen“, sagt Geiger mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Seit 19 Jahren ist der Sport fester Bestandteil ihres Lebens – zu Beginn allerdings eher unfreiwillig. „Ich weiß noch, wie mich damals mit drei Jahren meine beste Freundin dazu gezwungen hat“, schmunzelt sie. Mittlerweile ist das „Movin“ in Crailsheim für sie „nicht nur eine Tanzschule, sondern ein Zuhause“.

Wenn „Tete“ mal kein Training hat, unterrichtet sie ihre eigenen Tanz- und Fitnesskurse. Mit 17 wurde sie von Tanzschul­inhaberin Tina Estner angesprochen, ob sie die Trainerausbildung machen möchte. Dafür fuhr sie für ein Wochenende nach Berlin, wurde geschult und legte eine praktische und eine theoretische Prüfung ab. Durch ihre Ausbildung zur Sporttherapeutin hat sie außerdem sämtliche Lizenzen, um Gruppen in verschiedenen Altersklassen anzuleiten.

Inzwischen ist die 22-Jährige unter anderem für die sieben- bis elfjährigen Cheerleader der Crailsheim Merlins verantwortlich. „Ich würde sagen, es ist die größte Herausforderung, die Kids zu unterrichten“, erzählt Geiger. Denn die seien oft sehr lebhaft und würden lieber spielen, anstatt zu tanzen. Die Freude am Unterrichten nehme ihr das allerdings nicht.

Sie selbst hat nach ihrem ersten Solo-Auftritt realisiert, welche Bedeutung es für ihr Leben hat. „Das ist bestimmt schon zehn Jahre her“, erinnert sie sich mit leuchtenden Augen zurück. Damals durfte sie bei einer Veranstaltung der Tanzschule das Intro zu „Black or White“ von Michael Jackson tanzen. Auf der Bühne zu stehen, sei ein „ganz besonderes Gefühl“: Man wolle als Tänzer das Publikum begeistern.

Dafür erträgt die 22-Jährige, wenn es sein muss, auch Schmerzen. Von einem Bänderriss ließ sie sich die Chance nicht nehmen, am vergangenen Samstag gemeinsam mit Starchoreograf Detlef Soost bei seiner Live-Show „Scheiss drauf, mach’s einfach“ in Schwäbisch Hall auf der Bühne zu stehen. „Ich bin froh, dass ich mitgemacht habe“, erzählt Teresa Geiger, „es hat natürlich wehgetan und war schwierig, aber es hat alles fehlerfrei geklappt.“

Für ihren Ehrgeiz und ihr Durchhaltevermögen wird die Tänzerin von Tina Estner gelobt: „Sie ist immer motiviert und gibt Power.“ Beim Tanzen könne man sehen, dass die Bewegungen bei der 22-Jährigen „aus dem Herzen“ kommen. Auch hinter der Bühne habe sie eine „warme Ausstrahlung“ und sei immer positiv: „Ich habe sie noch nie schlecht drauf erlebt“, erzählt Estner.

Die Tanzschulinhaberin selbst hat die insgesamt 13 Tänzer für die Show von Detlef Soost ausgewählt. Drei Auftritte durften sie gemeinsam mit Soost tanzen. Die Choreografien haben die Tanzschüler aus Videos gelernt. „Man kann so viel üben, wie man will, im Endeffekt ist alles immer ganz anders“, weiß Teresa Geiger. Das Wichtigste sei deshalb, sich auf die Gegebenheiten einzustellen: das Publikum, der Lärmpegel, die Location oder auch mal kurzfristige Veränderungen der Choreografien.

Was abgesehen davon eine große Rolle spiele, sei das Team, mit dem man zusammen auf der Bühne stehe und diese Erlebnisse teile – denn „ohne diese Tanz-Familie würde das alles nur halb so viel Spaß machen“.

Die Überlegung, mit dem Tanzen aufzuhören, hatte Teresa noch nie. Im Gegenteil: Die 22-Jährige träumt davon, irgendwann von dem Sport leben zu können.

Tanzen bedeute für sie, „ohne Worte zu sprechen“ und sich auf diese Weise selbst ausdrücken zu können.

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