In einer gemeinsamen Pressemitteilung weisen die evangelischen und katholischen Kirchen im Altkreis Crailsheim auf das Schutzkonzept hin, auf das sich die Landeskirchen und die Diözesen mit der Landesregierung geeinigt haben. „Es verlangt von allen Kirchgängern ein hohes Maß an Verantwortung, Flexibilität und Umsicht füreinander“, heißt es in der Presseerklärung.

Zwei Meter Abstand

Ab dem kommenden Sonntag, 10. Mai, sind wieder öffentliche Gottesdienste möglich. Allerdings werden diese Gottesdienste noch lange nicht so aussehen wie gewohnt. Zwischen Menschen, die nicht in einem Haushalt leben, muss ein Abstand von zwei Metern gewährleistet sein. Daher ist für jede Kirche zu ermitteln, wie viele Personen zugelassen sind. Weitere Besucher können nicht eingelassen werden.

Es wird empfohlen, Gesichtsmasken zu tragen, es werden keine Gesangbücher ausgegeben, und es darf auch nicht gesungen werden. Der Einsatz von Blasinstrumenten muss unterbleiben, die Emporen sind nur für die Organisten zugänglich.

Desinfektionsmittel sind bereitzustellen, und alle Kontaktflächen müssen regelmäßig desinfiziert werden. Außerdem muss dokumentiert werden, wer den Gottesdienst besucht hat und wer auf welchem Platz gesessen hat, um Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Dekanin Wagner gibt zu bedenken: „Wenn von den Möglichkeiten gesprochen wird, wieder Gottesdienst zu feiern, werden Erwartungen geweckt, die sich noch nicht erfüllen lassen. Es wird auch noch nicht in allen Kirchen oder Gemeinden Gottesdienste geben, und wir möchten die älteren oder gefährdeten Besucher weiterhin bitten, die Gottesdienste über Internet oder Fernsehen mitzufeiern.“