Feuchtwangen Glas-Spezialist Arcon investiert in neue Produktionslinie für Verbundsicherheitsglas

Für Christian Baierlein (Verfahrenstechnik), Alois Schafhausen (Werkleitung Arcon Feuchtwangen), Dr. Bernhard Söder und Martin Schwarz (beide Gruppenleitung Arnold Glas, von links) ist die Investition in die VSG-Produktionslinie ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort Feuchtwangen.
Für Christian Baierlein (Verfahrenstechnik), Alois Schafhausen (Werkleitung Arcon Feuchtwangen), Dr. Bernhard Söder und Martin Schwarz (beide Gruppenleitung Arnold Glas, von links) ist die Investition in die VSG-Produktionslinie ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort Feuchtwangen. © Foto: Arnold Glas
CORINNA SCHARNAGL 12.03.2015
Der Veredeler stärkt seinen mittelfränkischen Standort. Rund 1,6 Millionen Euro sind in das Werk in Feuchtwangen geflossen. Damit baut er sein Angebot aus und vereint sämtliche Fertigungsschritte vor Ort.

Flachglas, an das besondere Ansprüche gestellt werden - das ist das Steckenpferd des Feuchtwanger Unternehmens. Arcon gehört zur Arnold Glas Unternehmensgruppe und ist spezialisiert auf Sicherheitsglas, sowie auf Wärmedämm- und Sonnenschutzschichten. Die Produkte gehen aus Westmittelfranken in die ganze Welt. So hat Arcon zum Beispiel beim Flughafen von Gibraltar oder auch im Dokumentationszentrum KZ Bergen-Belsen die Finger mit im Spiel.

Nun stellt der Glasveredeler am Standort Feuchtwangen auch Verbundsicherheitsglas (VSG) her. Mehr als 1,6 Millionen Euro wurden hier in die neue VSG-Produktionslinie investiert.

Neben VSG produziert Arcon auch Einscheibensicherheits- und teilvorgespanntes Glas. Außerdem werden Gläser bearbeitet, bedruckt und beschichtet. Das bringt ein Höchstmaß an Flexibilität, spart Transportwege und verkürzt die Herstellungszeit.

Für Geschäftsführer Dr. Bernhard Söder steht fest: "Die neue VSG-Produktionslinie ist ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort Feuchtwangen und erweitert unseren Kundennutzen."

Seit Kurzem ist die Linie auf nahezu 1000 Quadratmetern Fertigungsfläche im Einsatz. Sie ermöglicht, Einscheibensicherheitsglas (ESG) zu maximal 2,60 Meter breitem, fünf Meter langem und 100 Millimeter starkem Verbundsicherheitsglas zusammenzusetzen - ein Vorgang, der modernste Fertigungstechnologie erfordert. Werksleiter Alois Schafhausen: "Mit der zusätzlichen VSG-Herstellung können wir alle Fertigungsmöglichkeiten miteinander kombinieren. Das bringt ein Höchstmaß an Flexibilität, spart Transportwege und verkürzt die Herstellungszeit."

Zum Einsatz kommt die VSG-Produktionslinie auch bei der Herstellung kundenspezifischer Anwendungen. Sicherheit und architektonische Ästhetik erhalten so gänzlich neue Gestaltungsmöglichkeiten. Verbundsicherheitsglas ist äußerst stabil und je nach Anforderung durchschuss- beziehungsweise durchschlaghemmend. Bei Beschädigung bleibt es intakt. Zwar heißt es im Volksmund: "Scherben bringen Glück". Doch genau das will der Glas-Spezialist nicht. Bricht das Glas, haften die Bruchstücke an der Zwischenschicht aus der Spezialfolie. Dadurch verringert sich auch das Verletzungsrisiko.

In Verbindung mit der neuen Produktionslinie sind fünf zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Insgesamt zählt das Unternehmen am Standort Feuchtwangen rund 200 Angestellte.

Info Mehr zu diesem Thema gibt es in der nächsten Ausgabe von RegioBusiness.