Region Gewappnet für den Winter

Der Präsident des Regierungsbezirks Stuttgart ist der Ansicht, dass die Autobahnmeistereien für den Wintereinsatz bereit sind. Insgesamt haben die Einsatzkräfte 450 Kilometer Autobahnstrecke frei zu halten. Archivfoto
Der Präsident des Regierungsbezirks Stuttgart ist der Ansicht, dass die Autobahnmeistereien für den Wintereinsatz bereit sind. Insgesamt haben die Einsatzkräfte 450 Kilometer Autobahnstrecke frei zu halten. Archivfoto
Region / SWP 06.11.2014
Das Regierungspräsidium Stuttgart sieht die Autobahnmeistereien im Bezirk für den kommenden Winter gerüstet. Insgesamt werden etwa 180 Beschäftigte für freie Autobahnen sorgen.

Die kalten Tage können kommen. "Wir sind gewappnet für den kommenden Winter", sagt der Präsident des Stuttgarter Regierungsbezirks, Johannes Schmalzl, und fügt hinzu: "Wie streng der Winter sein wird, können aber selbst wir im Vorfeld nicht planen."

Die sechs Autobahnmeistereien im Regierungsbezirk Stuttgart jedenfalls seien auf den anstehenden Winter gut vorbereitet. Die Vorkehrungen für den Winterdiensteinsatz sind in den vergangenen Wochen und Monaten getroffen worden. Sämtliche Dienstgeräte wurden dabei auf ihren Einsatz vorbereitet und die Salzlager aufgefüllt. Die Beschäftigten erhielten intensive Schulungen über die Einsatzbereiche und Arbeitsabläufe. Auch die jährliche Sicherheitsunterweisung an den Fahrzeugen und Geräten für den Winterdienst wurde durchgeführt. Der Winter kann also kommen. Sechs Autobahnmeistereien befinden sich im Regierungsbezirk Stuttgart: Heidenheim, Herrenberg, Kirchheim unter Teck, Ludwigsburg, Öhringen und Tauberbischofsheim. Rund 180 Beschäftigte sorgen in den nächsten Monaten rund um die Uhr dafür, dass die 450 Kilometer langen Autobahnen geräumt und abgestreut werden und damit sicher befahrbar bleiben. Für Einsatzleitung und Fahrer ist das eine anstrengende und verantwortungsvolle Aufgabe, die im Schichtbetrieb erfolgt. Bei Glätte wird die Fahrbahn mit durch Sole angefeuchtetem Salz abgestreut. Kommt Schneefall hinzu, wird die Fahrbahn zusätzlich mit breiten Räumschildern, die an den überwiegend zum Einsatz kommenden dreiachsigen Lkws vorne und seitlich montiert sein können, von Schnee und Schneematsch befreit.

Jeder Verkehrsteilnehmer kann durch sein eigenes Verhalten den Winterdienst in seiner Arbeit unterstützen. Das beginnt schon damit, rechtzeitig vor dem Wintereinbruch Winterreifen zu montieren, mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren, auf die langsameren und überbreiten Räumfahrzeuge Rücksicht zu nehmen und bei Stau eine Räumgasse in Fahrbahnmitte freizuhalten. Für den Einsatz lagern rund 18 000 Tonnen Steinsalz in 15 Hallen und 14 Silos. Salz und Sole werden ständig nachgeordert.

Die Frage, wie streng der Winter werden wird, bleibt wie jedes Jahr eine spannende. Sie lässt sich aber wohl immer erst im Rückblick beantworten und konkret in Zahlen fassen. Im vergangenen, relativ milden Winter wurden auf den Autobahnen im Bereich des Regierungspräsidiums Stuttgart rund 4500 Tonnen Salz und 700 Tonnen Sole verbraucht. Doch auch in milden Wintern, wenn weniger Einsätze gefahren werden müssen, geht die Arbeit in einer Autobahnmeisterei nie aus. Dann können beispielsweise verstärkt Gehölzpflegearbeiten sowie Reinigungs- und Wartungsarbeiten an den Straßenentwässerungseinrichtungen durchgeführt werden