Gast beim Crailsheimer Stadtgespräch am Freitag, 1. Februar, ist der Historiker und Schriftsteller Gerd Koenen. Im Gespräch mit Stadtarchivar Folker Förtsch und Volkshochschulleiter Martin Dilger äußert sich Koenen zu Ursprüngen und Geschichte des Kommunismus.

Gründungsmitglied des KBW

Gerd Koenen lebt als freier Historiker und Schriftsteller in Frankfurt am Main. Der heute 74-Jährige gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Kommunistischen Bunds Westdeutschland, war Redakteur des Stadtmagazins „Pflaster-Strand“, Mitarbeiter des russischen Schriftstellers und Humanisten Lew Kopelew und für die polnische Bürger- und Gewerkschaftsbewegung „Solidarnosc“ aktiv. Seine Bücher „Utopie der Säuberung“, „Das rote Jahrzehnt“ und „Vesper, Ensslin, Baader“ sind weithin beachtete Standardwerke. 2007 erhielt er für sein bei C.H.Beck erschienenes Buch „Der Russland-Komplex“ den Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung. Seine epische Erzählung „Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“ erschien im Jahr 2017.

Thema des Stadtgesprächs soll unter anderem sein, warum Marxismus, Sozialismus und Kommunismus eine naheliegende Antwort auf die vom modernen Kapitalismus erzeugten Umwälzungen waren – aber auch, wie und weshalb der von Lenin begründete „Kommunismus“ als politisches Macht- und Gesellschaftssystem in Russland, in China und anderswo in Terror und Paranoia endete.

Hintergrundinformationen

In einer Gesprächsrunde beleuchtet das Stadtgespräch regelmäßig aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen und liefert Hintergrundinformationen, die in der Berichterstattung der Hauptmedien oft zu kurz kommen. Bisherige Gäste des 2016 eingeführten Formats waren der Journalist Dietrich Krauß, der Nahostexperte Michael Lüders, die Publizistin Lamya Kaddor und die baden-württembergische Landtagspräsidentin Muhterem Aras.

Das Stadtgespräch ist eine Veranstaltung von Volkshochschule, Stadtarchiv und dem Ressort Digitales und Kommunikation der Stadt Crailsheim. Termin ist am Freitag, 1. Februar, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Karten gibt es im Vorverkauf im Bürgerbüro, eine Online-Anmeldung ist unter www.vhs-crailsheim.de möglich.

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