Bundesweit wurde am Samstag mit verschiedenen Aktionen der fünfte Tag der Städtebauförderung begangen. „Er wurde vom Bund initiiert, um zu zeigen, was sie leisten kann“, erklärte Timo Schaal, Stadtplaner bei der Wüstenrot Haus- und Städtebau. Eine der Aktionen fand in Gerabronn statt. Schaal ist mit der Begleitung des dortigen Sanierungsgebiets Stadtmitte betraut worden – und weiß deshalb, dass sich dort einiges getan hat. Allerdings ist damit Schluss. Die letzten Maßnahmen werden umgesetzt, bevor dieses Programm 2020 ausläuft.

Viele Interessierte waren am Rathaus zusammengekommen, um bei einem Stadtspaziergang mit Schaal und Bürgermeister Christian Mauch über die Veränderungen, die mit den Zuschüssen von Land, Bund und Kommune umgesetzt werden konnten, zu sprechen. „Dafür wurden 3,2 Millionen Euro bewilligt“, so der Stadtplaner. Das sind die 60 Prozent, die Bund und Land in das Projekt einbrachten. Die restlichen 40 Prozent der Zuschüsse flossen aus der Kasse der Stadt Gerabronn – und das auch bei etlichen privaten Maßnahmen.

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„Es hat sich gelohnt“

Aber auch die Kommune selbst profitierte stark davon. Das beste Beispiel war bereits der Treffpunkt: das Rathaus. Mit den Geldern aus Stuttgart und Berlin wurde es nach jahrelangem Dornröschenschlaf wieder zum Amtssitz des Bürgermeisters mit aufwendiger Sanierung, Um- und Anbau. Schaal hatte zur Erinnerung einige Bilder von den Arbeiten dabei.

„Nur ein Beispiel, dass sich die Sanierung gelohnt hat“, sagte Mauch. An etlichen Stellen habe sich die Sanierung deutlich sichtbar niedergeschlagen. Ihr sei es zu verdanken, dass über längere Zeit hinweg Investitionen angestoßen wurden. „Auch wenn es anfangs eher schleppend losging“, gab er zu.

13 öffentliche und zehn private Projekte seien laut Schaal umgesetzt worden, darunter auch ­Abbrüche. „Allerdings wurden Abbrüche nur zu 100 Prozent bezuschusst, wenn sich der Grundstückseigentümer dazu verpflichtete, wieder ein Wohnhaus zu erstellen“, so der Stadtplaner. Als Beispiel zeigte er auf der Tour ein Grundstück nahe dem Kreisverkehr, wo das Gelände weiter brach liege – und nur ein Teilzuschuss zum Abbruch floss. Denn Land und Bund unterstützten laut den Regeln nur umfängliche Sanierungen. „Wer nur drei Fenster auswechseln will, bekommt keinen Zuschuss“, verdeutlichte Schaal. Auch konnte laut diesen Vorschriften nicht die Hauptstraße selbst erneuert werden, was von der Stadt finanziert wurde – der Straßenbelag vom Land. Dafür konnte aber der Baugrund mit Mitteln durch das Programm erworben werden, wo durch die Umgestaltung der Kreisverkehr entstand.

Die Gruppe macht noch an mehreren Stationen halt. Es gibt auch einige Fragen. „Wird der Torturm auch damit saniert?“, will ein Mann wissen. Schaal schüttelt den Kopf: „Da haben wir keine sinnvolle Nutzung. Und deshalb gibt es keinen Zuschuss.“

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