Schießberg Geplantes Baugebiet stößt auf Widerstand

Schießberg / Andreas Harthan 18.07.2018
Insbesondere der Geschosswohnungsbau, der für möglich gehalten wird, irritiert Anlieger erheblich.

Bislang ist der Schießberg ein weitgehend beschaulicher Stadtteil im Norden Crailsheims. Doch das könnte sich ändern, denn der Gemeinderat hat den Bebauungsplan „Westlich Sandgrubenstraße“ auf den Weg gebracht. Es geht um ein großes städtisches Grundstück in Verlängerung der Sandgrubenstraße, das von der Bahnlinie und der Gärtnerei Quarz begrenzt wird. Der damalige Baubürgermeister Herbert Holl hatte zu Jahresbeginn das Areal zur Überraschung nicht weniger Stadträte quasi aus dem Hut gezaubert. Die Fläche ist nicht im Wohnbauentwicklungskonzept enthalten.

Kritik aus dem Stadtteil

Trotz dieser Überraschung fasste das Stadtparlament den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Das Gelände, so Holl in der Vorlage für die Stadträte, könnte sich gut für eine „verdichtete Wohnbebauung“ eignen, also für Geschosswohnungsbau. Diese von der Bauverwaltung behauptete Eignung sehen Anwohner des Schießbergs nicht. Sie haben sich mittlerweile in einem Brief an die Stadtverwaltung gewandt mit der Bitte, das Vorhaben „kritisch zu prüfen“.

Die Briefeschreiber wundern sich darüber, dass ausgerechnet an der Außengrenze des Stadtteils eine verdichtete Bebauung stattfinden soll. Das neue Wohngebiet müsste hauptsächlich über den Hans-Neu-Weg (entlang des Hauptfriedhofes) angefahren werden. Aber gerade diese Straße, heißt es in dem Schreiben, eigne sich überhaupt nicht für noch mehr Verkehr. Die Straße habe Engstellen, verfüge über große Strecken noch nicht einmal über einen Gehweg. Auch die Sandgrubenstraße sei nicht in der Lage, mehr Verkehr aufzunehmen. Auch sie weise eine Engstelle auf, an der keine zwei Autos aneinander vorbeipassen würden, und auch hier gebe es keinen Gehweg.

Die Kritiker weisen zudem daraufhin, dass die Straßen im vorderen Teil des Schießbergs/Hexenbuckels von Schülern und Lehrern des benachbarten Berufsschulzentrums als Parkplatz benutzt würden. Allein dieser Sachverhalt sorge schon täglich für schwierige Verhältnisse. Bei noch mehr Verkehr müsse mit noch mehr Problemen auf den Straßen des Schießbergs gerechnet werden. Die Situation an der Kreuzung Hans-Neu-Weg/B 290 sei schon jetzt sehr problematisch, weil eine „hohe Unfallgefahr“ herrsche.

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