Wer schon einmal ein Charity-Dinner an der Eugen-Grimminger-Schule miterlebt hat, weiß, dass dies ein Abend ist, den man nicht so schnell vergisst. Unter Anleitung von Sternekoch Waldemar Pazurek bereiten die Auszubildenden der Gastronomieberufe ein Vier-­Gänge-Menü der Gourmetküche zu, das Schüler servieren. Dazu werden erlesene Weine vom Weingut Moosbach kredenzt, persönlich vorgestellt von der ehemaligen badischen Weinkönigin Michaela Moosbach aus Waldkirch-Buchholz. Und zu guter Letzt gibt es noch den wohltätigen Zweck: Während des Dinners wird für Projekte in Tansania Geld gesammelt.

„Der Abend wird in jeder Weise außergewöhnlich“, sagt Pazurek. Der Initiator des Charity-­Dinners ist Lehrer an der Eugen-Grimminger-Schule und zuständig für alle Auszubildenden aus der Gastronomie im Landkreis Schwäbisch Hall. Er bringt seinen Schülern nicht nur das kleine und große Küchen-Einmaleins bei, sondern ermöglicht ihnen durch Veranstaltungen wie dem Charity-Dinner außerdem Einblicke in die Haute Cuisine.

Bildergalerie Schüler helfen fleißig mit

„Für die Schüler ist die Veranstaltung ein Erlebnis“, weiß Pazurek von den vorangegangenen drei Dinnerabenden. „Die Planungen beginnen gleich nach den Weihnachtsferien und steigern sich stetig. Höhepunkt ist natürlich der Abend selbst.“ Die Schüler haben sowohl in als auch außerhalb der Küche alles selbst in der Hand – von der Gestaltung der Menükarten über die Tischdekoration und die Zubereitung der Speisen bis hin zum Service. Für Waldemar Pazurek beginnen die Vorbereitungen schon früher. Er fährt in den Ferien in den Breisgau und sucht auf dem Weingut Moosbach die Weine aus, die den Speisen das i-Tüpfelchen aufsetzen sollen. „Das muss stimmig sein“, sagt Pazurek. Bei der vierten Auflage des Charity-Dinners werden die Gäste mit Aperitif und Fingerfood begrüßt, dann erwarten sie an der festlich dekorierten Tafel vier Gänge ausgefallener Speisen und zum Schluss gibt’s Kaffee und Digestif.

Mit den Spendengeldern, die an diesem Abend gesammelt werden, bringt der Arbeitskreis Tansania Wasser und Bildung zu Menschen in der Maasai-Steppe. Der Sprecher des Arbeitskreises, Dr. Werner Schebesta, und der Projektkoordinator aus Tansania berichten an diesem Abend über die verschiedenen Hilfsprojekte.

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Wasser und Bildung für Menschen in Tansania


Der Arbeitskreis Tansania im evangelischen Kirchenbezirk Crailsheim unterhält seit mehr als 20 Jahren Kontakte zu Christen in Tansania. Das Zentrum der Arbeit ist Arusha. Ein Schwerpunkt liegt in der Maasai-Steppe, im Dorf Lesoit, in der Nähe von Kibaya.

Arbeitsschwerpunkt ist der Bau von Regenwassertanks. Sie ermöglichen den Frauen, in der Regenzeit Wasser zu speichern. Das erleichtert ihnen die Hausarbeit in der Dürrezeit. Mit Unterstützung des Arbeitskreises werden 40 bis 50 Tanks pro Jahr gebaut, rund 8000 Wassertanks gibt es bereits in dem Gebiet.

Finanziert werden außerdem Ausbildungen von Maurern, die die Betontanks bauen, sowie von Lehrerinnen, Krankenschwestern und Erzieherinnen. Letztere bringen Kindergartenkindern Suaheli bei, eine Sprache, die in der Schule gesprochen wird.

Hilfe für Aids-Betroffene in Arusha gibt es im Projekt NELITO (New Life Together) und für Kleinstgewerbe werden Mikrokredite vergeben.

Info Für das Charity-Dinner am Freitag, 22. Februar (Beginn: 18 Uhr) steht in der Eugen-Grimminger-Schule nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung. Reservierungen nimmt das Sekretariat der Schule unter der Telefonnummer 07951/96030 entgegen.